Mike Schmitt, Inhaber der Brauerei "Nikl-Bräu" in Pretzfeld, ist der neue Wirt des Pretzfelder Kellers. Zukünftig wird es für die Kellerbesucher zwischen Bäumen und Felsen Pretzfelder und regionale Spezialitäten geben. Dabei können die Gäste den schönen Ausblick auf die Marktgemeinde Pretzfeld und die Gegend genießen. 2016 übernahm Jonathan Wunderlich den Keller vom vorherigen Pächter Wolfgang Römer. Damals war es für die Marktgemeinde nicht ganz einfach, einen neuen Pächter zu finden. Bürgermeister Steffen Lipfert (FW) erzählt, dass diesmal die Resonanz auf die Ausschreibung sehr gut war: "Das zeigt, dass der Pretzfelder Keller aufgrund seiner attraktiven Lage mit guter Aussicht und dem weiträumigen Gelände auch aus gastronomischer Sicht seinen Reiz hat."

Fünf Interessenten

Fünf Interessenten hatten sich beworben, drei davon hatten anschließend dem Marktgemeinderat ihre Vorstellungen präsentiert. "Das Konzept von Mike Schmitt mit einer Bewirtschaftung als typisch fränkischen Bierkeller und dem Schwerpunkt auf Regionalität hat den Gemeinderat überzeugt", erklärt Lipfert. Der Bürgermeister sagt weiter, dass sich die Gemeinde freue, dass ein heimischer Wirt und Brauer Verantwortung für den Keller übernimmt und diesen als gute Ergänzung zur Brauereiwirtschaft im Ort betreiben möchte.

Thema Sicherheit

Gemeinsam soll das Thema Sicherheit neu angegangen werden. Zudem wird ein Baumkataster für die Bäume am Kellerwald erstellt, damit diese regelmäßig und zuverlässig geprüft werden können.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister schaute sich Mike Schmitt auf dem Keller um. Dabei sah man dem Braumeister aus Niedermirsberg an, wie sehr er sich freut. "Klar, das ist mein Traum. Schließlich bin ich schon als Kind in Pretzfeld in den Kindergarten gegangen. Und als Jugendlicher hat man natürlich das Kirschenfest besucht", erzählt er. Schmitt verrät, dass er Bierkeller und Biergärten sehr mag und gern eine Brotzeit unter Bäumen zu sich nimmt.

Seit zwölf Jahren "Nikl-Bräu"

Seit zwölf Jahren führt er die Brauerei "Nikl-Bräu" mitten im Ort. Für den Pretzfelder Keller wird er ein eigenes Kellerbier brauen: ein helles Bier mit etwas weniger Alkohol. "Speisen und Getränke sollen 100 Prozent regional sein", erklärt Schmitt. Zum Beispiel werden Schnäpse und Liköre von der Pretzfelder "Edelbrennerei" Haas angeboten, Säfte vom Pretzfelder Obstgroßmarkt, Holzofenbrot von Bauern rund um Pretzfeld oder Fleisch und Wurst von den Metzgereien Lamm aus Pretzfeld und Hübschmann aus Ebermannstadt. Freitags soll es gegrillten Fisch aus Unterzaunsbach geben und sonntags Braten.

Bockbier und Jazzfrühschoppen

Mike Schmitt denkt über einen Bockbieranstich nach, über Ochs am Spieß oder Frühschoppen mit einer Blaskapelle, damit diese auch wieder Auftritte haben. Er könnte sich auch einen Jazzfrühschoppen vorstellen. "Vielleicht bieten wir auch sonntags normalen Kaffee und Blechkuchen an", überlegt der neue Kellerwirt. Die Internetseite des Pretzfelder Kellers wird dieses Wochenende freigeschaltet. Neu ist auch, dass man hier Verzehr- oder Geschenkgutscheine erstehen kann. Der Keller soll durchgehend vom 1. Mai bis zum letzten Ferientag der Sommerferien von Montag bis Freitag ab 16 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen ab 12 Uhr geöffnet sein. Es soll keinen Ruhetag geben. Bei schönem Wetter wird der Keller bereits vor dem 1. Mai und auch nach dem letzten Ferientag der Sommerferien geöffnet.