Wie Bürgermeister Wolfgang Rast (IU) zunächst erläuterte, könnte sogar der Gehweg in Richtung Oberlindelbach in die Förderung aufgenommen werden. Dagegen gestalte sich die zunächst vorgesehene Wasserversorgung des geplanten Dorfbrunnens über eine alte Unterlindelbacher Leitung zunehmend problematisch. Sie verläuft über private Äcker und Wiesen, ohne dinglich gesichert zu sein. Auch die Quelle liegt auf Privatgelände, so dass die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern über entsprechende Grunddienstbarkeiten sehr zeitaufwändig werden. Zudem ist der genaue Leitungsverlauf nicht ganz bekannt.

Es sei ein ganzes Stück einfacher, so Rast, den Brunnen mit einer Pumpe über einen Anschluss an die Trinkwasserversorgung zu speisen, zumal das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) bereits signalisiert hat, dass beide Anschlussvarianten förderfähig seien. Mit zusätzlichen Kosten müsse wegen der Umstellung der Stromversorgung von Dachständern auf unterirdische Kabel sowie für den Austausch von acht Straßenlaternen im Bereich der Bruckwiese und der Ortsdurchfahrt gegen elf neue Energiesparlampen gerechnet werden. Kostenpunkt laut Eon: rund 33 200 Euro.

Rast informierte den Gemeinderat über den aktuellen Stand der geplanten Ausweisung eines Vorranggebietes für Windkraftanlagen bei Oberrüsselbach und Dorfhaus. Grundsätzlich sollte man sich zunächst einmal darüber klar werden, ob man generell gegen die Nutzung sei oder ob das Thema Windkraft doch verfolgt werden solle. Um zum Beispiel über einen Bürgerwindpark dafür zu sorgen, dass der Ertrag nicht durch Fremdfirmen abgeschöpft wird, sondern in der Region bleibt, so Rast.
Bei der Diskussion zeigte sich schnell, dass auch im Gremium verschiedene Ansichten über das Thema Windkraft vorherrschen. So gab es Bedenken wegen der Art der Finanzierung und des Unterhalts, aber auch eine "Verspargelung" der Natur sowie der lästige Geräuschpegel wurden befürchtet.
Auch der nahe Flugplatz Lillinghof mit seinem Flugbetrieb sei zu bedenken. Bürgermeister Rast will weiter über den weiteren Stand der Dinge unterrichten.

Von Karlheinz Frank