Vor gut 600 Jahren wurde Johannes Nepomuk aus vorgeblich triftigen Gründen in Prag von einer Brücke gestürzt. Nachdem er in der Moldau ertrank und Jahrhunderte später heilig gesprochen wurde, sollte er fortan als meist steinerner "Brückenheiliger" Passanten vor einem ähnlichen Schicksal bewahren.
In Kleinsendelbach quert eine historische Sandsteinbrücke den gleichnamigen Bachlauf. Sie erscheint wegen ihrer knapp hüfthohen Mauerbrüstung aber nicht mehr tauglich für aktuelle Sicherheitsbestimmungen.


Keine Bedenken

Der Kleinsendelbacher Gemeinderat erwägt deshalb nun ein um das Doppelte erhöhtes Geländer in Auftrag zu geben.
Dieses soll nach Wunsch des Rats noch größere Sicherheit gewähren und darüber hinaus genügend Durchsicht zulässt, dass auch aus denkmalpflegerischer Hinsicht keine Bedenken entstehen.
Die zuständige Behörde müsse diesbezüglich noch konsultiert werden. Die Nepomukbrücke in Kleinsendelbach ist stark frequentiert und befindet sich zwischen Kindergarten und Rathaus.

Letzteres und das Thema "Sicherheit" beschäftigen den Gemeinderat derzeit außerdem. Das Rathaus soll barrierefrei und energetisch effektiv umgestaltet werden.

Die Barrierefreiheit durch Rampen und Einebnungen wird zunächst nur das Erdgeschoss betreffen.
Und ebenfalls aus Kostengründen wird man sich bei der energetischen Optimierung auf den Austausch von Komponenten wie Fenster beschränken. Eine Erneuerung der Heizungsanlage kommt unter diesem Aspekt momentan nicht in betracht. Seit längerem ist nicht nur in Kleinsendelbach, sondern offenbar in der gesamten Verwaltungsgemeinschaft die Zuverlässigkeit des Internets ein großes Ärgernis. Inzwischen fand eine offenbar befriedigende Informationsveranstaltung statt, Beschwerdebriefe wurden gesammelt und kommentiert an den Betreiber weitergeleitet.