Regensberg — Einen besonderen Beitrag zum Jubiläumsjahr 200 Jahre Fränkische Schweiz leistet der Kunstmaler Martin Gärtner. Mit der Ausstellung einiger seiner Werke aus dem großen Fränkische-Schweiz-Spektrum im Gasthof Hötzelein auf dem Regensberg oberhalb von Kunreuth lässt er den Betrachter erkennen, wie sehr ihm seine fränkische Heimat Schönheit vermitteln kann - in Farben und Formen, in Komposition und Ausdruck.
Gärtner, der in Ebermannstadt wohnt, hat in den 90 Jahren seines Lebens viel Faszinierendes gesehen und erlebt. Die Eindrücke, die er von seinen Reisen um die Welt mitgebracht hat, wirken in eindrucksvollen Bildwerken.
Doch die Besonderheiten seiner Heimat, die romantischen, spannenden, farbigen und außerordentlich lebendigen Blickwinkel, die er immer wieder auf seinen Streifzügen durch die Natur findet, inspirieren ihn bis heute.

Quer durch die Jahreszeiten


Quer durch die Fränkische Schweiz führen die Bilder. Sie eröffnen dem Betrachter auch den Reiz der unterschiedlichen Jahreszeiten - Hammerbühl im Spätherbst, Winter in Tüchersfeld und die Bilder, die entlang der wilden Wasser in der Fränkischen Schweiz entstanden sind.

Seit mehr als 70 Jahren beschäftigt sich Martin Gärtner mit der Malerei. Er ist bei den Kunstmalern Michael Biebl und Professor Heine zu Studien gewesen und hat schon in den 50er Jahren seine fränkische Welt mit Schlössern und Burgen, idyllischen Dörfern und die vielfältige Flora zu Motiven erkoren. "Optiker, Fototechniker, Weltenbummler, Bergsteiger, Skifahrer, Segelflieger" - die Aufzählung für das, was Martin Gärtner in seinen 90 Jahren erlebt hat, müsste lang sein, um ihm gerecht zu werden. Er sieht die Summe seiner Erfahrungen und Empfindungen als Voraussetzung für die Kunst. Er hat die Schönheiten in fünf Kontinenten wahrgenommen und künstlerisch festgehalten. Aber "satt" ist er noch lange nicht. "Ich freue mich über Perspektiven, die sich nur einem neugierigen Wanderer erschließen", erklärt er zu seinen romantischen Bildern aus der Fränkischen Schweiz. Das glaubt man gerne.

Gärtner könnte mit seinen Bildern eine große Galerie füllen. In seinem Atelier mit Galerie in in Ebermannstadt sind sie verwahrt, ohne zur Geltung kommen zu können. Das wird mit der Ausstellung im Gasthof Hötzelein wenigstens für einige Bilder wieder erreicht. sfu