Europa und Afrika scheinen durch Welten getrennt zu sein, aber wer genauer hinsieht, erkennt eine enge Verbindung. Die am Donnerstag eröffnete Afrika-Sonderausstellung des Pfalzmuseums Forchheim "Der Schmuck der Massai" in Zusammenarbeit mit dem Iwalewa-Haus in Bayreuth hat in diesem Jahr einen besonders interessanten Aspekt der gemeinsamen Geschichte der beiden Kontinente aufgegriffen: Es geht noch bis Sonntag, 10. Juli, um "Europäische Perlen mit afrikanischen Geschichten". Die Sonderschau ist der Auftakt zu den Afrika-Kulturtagen in Forchheim vom 3. bis 5. Juli.

Die Massai, halbnomadische Rinderhirten aus Kenia und Tansania, sind eine der bekanntesten Volksgruppen Afrikas. Ihr traditioneller Körperschmuck und das Erscheinungsbild von reich mit Perlen geschmückten Frauen und Kriegern wirken wie ein Symbol ihrer traditionellen Kultur. Was aber viele nicht wissen: Diese Perlen stammen ursprünglich aus Europa.