Kersbach
Missstand

Realer Irrsinn in Kersbach? Leitplanke versperrt Fahrradfahrern den Zugang zum Radweg

Der ADFC Forchheim kritisiert, dass Fahrradfahrer an der Eisenbahnbrücke in Kersbach neben einer Leitplanke fahren müssen. Es gibt zwar einen Radweg - doch der ist nicht erreichbar. Auch die Forchheimer Grüne Liste (FGL) kritisiert die "völlig unzumutbare Verkehrsführung".
 
Gerhard Krahl (v.l.), Udo Schönfelder, Mathilde Hartmann, Frank Wessel und Martina Hebendanz stört die Leitplanke. Foto: CSU Forchheim
Gerhard Krahl (v.l.), Udo Schönfelder, Mathilde Hartmann, Frank Wessel und Martina Hebendanz stört die Leitplanke. Foto: CSU Forchheim
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Auf Initiative des Allgemeinen Deutsche Fahrrad Club (ADFC)-Vorstands fand ein Ortstermin auf der Kersbacher Eisenbahnbrücke mit Vertretern der CSU-Stadtratsfraktion statt. OB-Kandidat Udo Schönfelder besichtigte zusammen mit seinen Fraktionskolleginnen Mathilde Hartmann und Martina Hebendanz die dortige Verkehrsführung.

Radweg neben der Eisenbahnbrücke ist unerreichbar für Radfahrer

Die ADFC-Vorstände Frank Wessel und Gerhard Krahl schilderten ihre bisherigen Erfahrungen. Von Norden oder Westen her kommend müssen Radfahrer auf der Straße neben einer Leitplanke fahren, obwohl es seitlich davon einen Radweg gibt. Diesen erreichen die Radlerinnen und Radler allerdings nicht.

Schönfelder erklärt in einer Pressemitteilung, dass die Forchheimer Christsozialen sich dafür einsetzen wollen, an der Stelle südlich der Auffahrt aus der Richtung der Logistikfirma Simon Hegele die dortige Leitplanke etwas zu unterbrechen, damit Radfahrer baldmöglichst auf den Radweg fahren können."

Weiteres Problem: Vandalismus am Kersbacher Bahnhof

Die CSU-Politiker und die ADFC-Vertreter sprachen zudem darüber, den Radweg über eine neu zu errichtende Autobahnbrücke bis zur Bundesstraße 470 fortzuführen, und darüber, was gegen den Vandalismus am Kersbacher Bahnhalt getan werden kann.

Auch Forchheimer Grüne fordern Verbesserungen: "Völlig unzumutbar"

Auch Forchheimer Grüne Liste (FGL) kritisiert die "völlig unzumutbare Verkehrsführung" an der Eisenbahnbrücke beim Kersbacher Bahnhof und setzt sich für einen fahrradfreundlichen Umbau ein.

Grund dafür ist die dortige Verkehrsführung, aufgrund derer von Forchheim und Hausen kommende Radfahrer*innen den bestehenden Radweg auf der Brücke nicht erreichen können. "Das ist doch sinnwidrig, dass parallel zu einem vorhandenen Radweg auf der Straße gefahren werden muss", befand FGL-Fraktionsvorsitzende und OB-Kandidatin Annette Prechtel.

Eine Übergangslösung könne sein, die Leitplanke zumindest für die von Hausen kommenden Radfahrerinnen und Radfahrer zu öffnen. Für die Verkehrsführung an der Kersbacher Brücke ist der Landkreis zuständig, weil es sich um eine Kreisstraße handelt. Grünen-Fraktionsvorsitzender Karl Waldmann habe deshalb vor Jahren im Kreistag eine Änderung beantragt, bislang allerdings ohne Erfolg. Langfristig ist ein Neubau der Autobahnbrücke geplant.