Sie haben sich viel vorgenommen, die fast 30 Kinder, Frauen und Männer, welche sich auf Initiative von Uwe Pöschel und Nico Kauper hin für eine freiwillige Pflanzaktion im Revier Oesdorf der Bayerischen Staatsforsten getroffen haben. Ausgerechnet der einzige Schnee des ausgehenden Winters lag noch im Wald, es herrschte dazu typisches Aprilwetter. Aber versprochen ist versprochen.

Alte Weihnachtsbäume eingesammelt: Mit dem Erlös wurden neue Bäume gepflanzt

1500 Euro hatte die Gruppe nach Dreikönig durch das Einsammeln alter Weihnachtsbäume eingenommen und spontan beschlossen, für jeden der entsorgten circa 800 Nadelbäume mindestens einen neuen Laubbaum zu pflanzen. Nach einer Beratung durch den örtlichen Revierleiter Erich Daum entschied man sich für den "Baum des Jahres 2020", die Robinie, auch Scheinakazie genannt. Mit ihm soll der von der Staatsregierung geforderte Waldumbau unterstützt werden.

Und weil mit der Baumschule ein guter Preis ausgehandelt werden konnte, wurden für das Geld genau 2020 Pflanzen in einer Größe von immerhin schon etwa 150 Zentimetern gekauft, also 2,5 Laub- für einen Nadelbaum eingetauscht.

Ausgerüstet mit Spaten, Markierungsbändern und unheimlich viel Motivation begannen die Zweiertrupps nach einer einweisenden Schulung ihre Arbeit. Schon nach kurzer Zeit zeigten die an den gepflanzten Bäumchen lustig im Wind wehenden blauen Bänder den Arbeitsfortschritt. Die Stimmung war hervorragend, eine Brotzeit wurde auch gereicht, und so konnte am frühen Nachmittag die Aktion als voller Erfolg abgeschlossen werden. Ein guter Hektar bis dato fast reiner Nadelwald konnte in Richtung des angestrebten Klimawaldes weiterentwickelt werden. Förster Erich Daum bedankte sich ganz herzlich für die gelungene Pflanzung und versprach, dieses neue Kleinod zu hegen und zu pflegen. Zum Abschluss wurde verabredet, die Fläche in einigen Jahren wieder gemeinsam zu besichtigen und Solidaritätsaktionen wie diese auf jeden Fall zur Nachahmung weiterzuempfehlen.