Das Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt hatte am Mittwoch zum Sommerkonzert eingeladen. Eine Mischung aus der Welt des Films, der Musicals, des Rock und Pop sowie der klassischen Musik erwartete die Zuhörer. Die Aula fungierte hierbei als Konzertsaal und war mit Schülern, Eltern, Lehrern und weiteren Gästen fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Den Auftakt bildeten drei Stücke Unterstufenchors unter der Leitung Catrin Schulers. Bis auf einen Jungen singen hier nur Mädchen mit. Während mit ,,Stiches" ein gefühlvoller Einstieg geboten wurde, gewann der Abend mit dem poppig-souligen ,,Mercy" und ,,We go together" aus dem Musical Grease deutlich an Schwung.
Musiklehrer Florian Kager führte durch das abendliche Programm.
Er merkte mit einem kleinen Augenzwinkern an, dass es glücklicherweise auch noch andere Interessen als die Fußball-EM gibt.

Daraufhin wechselte der Moderator vom Mikrofon an das Keyboard - die Big Band der Unterstufe führte unter seiner Leitung vier Stücke auf. Bei ,,We will rock you" und "Rock around the clock" brachten die rund 25 Schüler mit ihren Trompeten, Posaunen, Klarinetten, Querflöten, Tubas und Cellos die Bühne regelrecht zum Kochen.
Beim dritten Programmpunkt rückte der Große Chor des Gymnasiums unter der Leitung von Sebastian Tausch mit seinen Darbietungen die Themen Herzschmerz sowie die Beziehungen zwischen Mann und Frau in den Mittelpunkt - und dies teilweise auf eine sehr humoristische Art und Weise.

Zunächst besangen in ,,Jar of hearts" ausschließlich die Schülerinnen gefühlvoll und melancholisch das Ende einer Liebesbeziehung. Bei dem sich anschließenden Stück ,,Für Frauen ist das kein Problem" stellten die männlichen Choristen die Erfahrungen, die Männern bisweilen mit den Eigenheiten des anderen Geschlecht machen, in den Mittelpunkt ihrer Gesangsdarbietungen.


Schüler begeistern mit Soli

Einen humoristischen Höhepunkt vor der Pause bildete das Lied ,,Meine Deutschlehrerin", in dem den Schwärmereien eines mittlerweile erwachsenen Schülers für seine Lehrerin Raum gegeben wird. Hierzu wurden aus dem Publikum mehrere sich freiwillig meldende Deutschlehrerinnen vor der Bühne platziert, denen sich die Sänger während der Darbietung zuwandten.

Nach der Pause ging es musikalisch traditionell weiter. Das Orchester unter Leitung von Kager interpretierte ,,Marcia Funebre" von Beethoven ernst und würdevoll. Nach der musikalischen Reise in vergangene Jahrhunderte entführten die Spieler das Publikum in die Zukunft: Mit einem Arrangement aus der Star Wars Trilogie begeisterte das Orchester nicht nur die Filmliebhaber unter den Zuhörern. Die Big Band, geleitet von Achim Weigel, beeindruckte im letzten Programmpunkt. Die Höhepunkte waren eine Reihe perfekt ausgeführter Trompetensoli sowie das Gesangssolo einer Schülerin.