Deutlich mehr Besucher als in den vergangenen beiden Jahren sind zur Lichterprozession nach Pottenstein gekommen. Es dürften um die 12.000 Menschen gewesen sein, die sich den Lichtzauber an Berghänge rund um das Felsenstädtchen nicht entgehen lassen wollten.

Insgesamt rund 1000 Holzfeuer brannten in und um die Stadt brennen. Etwa 25 Reisebusse aus der näheren und weiteren Umgebung waren ebenso angereist wie unzählige Besucher und Prozessionsteilnehmer mit ihren Privatautos. Rund 100 Feuerwehrleute aus fast allen Wehren der Stadt und Kräfte der Polizeiinspektion Pegnitz, die Bergwacht und auch das BRK, sowie ein Einsatzzug der Bereitschaftspolizei Nürnberg sorgten für einen geregelten und reibungslosen Ablauf.

Im Zug selbst dabei waren die Feuerwehren Pottenstein und Haßlach mit ihren Fahnenabordnungen. Nachdem sich die Innenstadt längst mit Menschen gefüllt hatte, setzte sich pünktlich mit Einbruch der Dunkelheit um 17 Uhr der Prozessionszug in Bewegung.

Los ging es von der Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus. Fahnen tragende Ministranten liefen an der Spitze des Zugs. Sämtliche Pottensteiner Vereine nahmen mit ihren Fahnenabordnungen an der Prozession teil. Für die musikalische Umrahmung derweil die Stadtkapelle Pottenstein.


Hohlmeier schafft es nicht

Am Zug durch die Stadt beteiligten sich 1000 Teilnehmer. Darunter war neben die Stadträten und dem Landtagsabgeordneter Christoph Rabenstein auch Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU).

Pottensteins CSU-Chefin Birgit Haberberger hatte auch die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier erwartet, die es aber wohl doch nicht mehr rechtzeitig zu Prozessionsbeginn nach Pottenstein geschafft hatte.
Stadtpfarrer Thomas Thielscher trug das Allerheiligste unter dem Baldachin durch die Stadt. Ihn flankierten Feuerwehrleute mit Fakeln in den Händen. Voraus liefen mehrere weitere Geistliche aus den Nachbargemeinden. Vorbeter im Zug war Stadtrat Reinhold Thiem.

Zum zweiten Mal wurden die Besucher kurz vor der Prozession in der Innenstadt mit einem Lautsprecher über den Brauch der Ewigen Anbetung in Pottenstein informiert und auf den religiösen Kern der Lichterprozession eingestimmt.

Nicht fehlen durften auch die Zunftfahnen und die verschiedenen Heiligenfiguren, die ebenso durch die Stadt getragen wurden. Erhellt wurde die Innenstadt auch von unzähligen Kerzen und Lichtern.

Die Triumphbögen, die den Verlauf der Prozession markieren, wurden um die Jahrhundertwende von Pottensteiner Bürgern gestiftet und von einheimischen Handwerkern gefertigt. Etwa 130 Helfer waren auf den Berghängen rund um Pottenstein im Einsatz.