Die Landratsämter in ganz Deutschland müssen sich verstärkt um die Unterbringung von Asylbewerbern kümmern, denn der Strom der ankommenden Zufluchtsuchenden hält an.

Holger Strehl, Pressesprecher des Landratsamts Forchheim, kennt die Problematik: "Genaue Zahlen muss ich bei jeder Anfrage neu nachschauen, denn es ändert sich wöchentlich." Und die Zahl steigt stetig. "Es kommen einfach mehr an, als bearbeitet werden können", sagt Strehl.

Das bedeutet auch, dass es länger dauert, bis die Asylanträge geprüft und über eine Ausweisung oder die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung entschieden werden kann.

Natürlich werden stetig Anträge bearbeitet, es sind also nicht immer die gleichen Leute, vom Landratsamt mit Unterkünften versorgt werden, aber durch die Flut an Asylbewerbern kann nicht immer zeitnah entschieden werden. Momentan sind es 265 Asylbewerber im Landkreis und wöchentlich reisen 15 neue an.

Die Dauer der Asylverfahren in Deutschland variiert sehr stark. Seit Juni 2013 gibt es eine EU-Richtlinie, die besagt, dass Asylverfahren innerhalb der Europäischen Union nach sechs Monaten abgeschlossen werden müssen, die Richtlinie soll bis 2018 umgesetzt sein. Das dies nicht immer möglich ist, zeigt aber die aktuelle Lage.