üppig die Ausstattung mit Wirtshäusern, könnte man anmerken. Andererseits sprechen die beiden Kommunbrauhäuser dafür, dass viele Hollfelder ihr Bier selber brauten. Wer Bier brauen will, braucht das entsprechende Stadtrecht dazu. Das bekam Hollfeld nach der Festschrift "650 Jahre Stadt Hollfeld" 1326 verliehen, elf Jahre nach Waischenfeld und drei Jahre nach Ebermannstadt. Damit haben die drei wichtigsten Orte im Wiesenttal ihre wirtschaftlichen Wurzeln in der Stadterhebung. Und sie haben noch eine Gemeinsamkeit: Sie gehören zum Bistum Bamberg.

Als Grenzfestung zwischen dem Hochstift Bamberg und dem Markgrafschaft Kulmbach-Bayreuth spielte Hollfeld eine bedeutende Rolle, was aber auch Nachteile mit sich brachte. Der Ort wurde wie viele andere Nachbarstädte durch Kriege mehrmals zerstört.

Die Gemeinde Hollfeld entstand im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern im Jahre 1818.