Im Herder-Gymnasium in Forchheim haben Dreharbeiten zum Kinofilm "Dylan Papermoon" stattgefunden. Seit Beginn der Dreharbeiten zum Hauptfilm 2017 hat das Team um den Regisseur Rene G. Daniel aus Eggolsheim mehrere Dutzend Male neben Berlin und München in den noch vorhandenen historischen Ecken von Forchheim und Bamberg für die Außenszenen gedreht. Erstmals fanden nun Dreharbeiten für einige Innenszenen im Herder-Gymnasium statt. Das historische Gebäude des Gymnasium, das neben seiner historisch anmutenenden Aula,Treppen und Treppengeländer auch noch über den ein oder anderen Raum verfügt, der den Charme des frühen 20. Jahrhunderts andeutet, hielt für drei Szenen hin, die im Film in zwei verschiedenen US-amerikanischen Städten stattfinden. Rene Daniel erläutert: "So fanden wir also eine Location - die Aula und das Treppenhaus -, die den Eingangsbereich des Waisenhauses in Brooklyn darstellt." Im Film wird "Miss Albright", die Leiterin des Waisenhauses, in dem sich der Zeitungsjunge Dylan Papermoon noch aufhält, von Inspector Rooney von der Mordkommission in Brooklyn besucht. Er erkundigt sich zum einen nach dem Zeitungsjungen, der als wichtigster Zeuge dient, und zum anderen nach dem Verbleib seines Lieutenants Johnson, gespielt von Charles Matthau, der seit einigen Tagen auf unerklärliche Weise verschwunden ist. "Ebenso haben wir eine wichtige Dialogszene zwischen Dylan Papermoon und Miss Albright gedreht, die ebenfalls im Waisenhaus spielt", berichtet der Regisseur. Eine weitere Szene, die in Washington D.C. spielt, wurde in einem ehemaligen Musik-/Kunstzimmer gedreht, in dem der Chef des FBI junge Rekruten auf ihre Mission nach New York vorbereitet, um des Zeitungsjungen Dylan Papermoon habhaft zu werden. "Hier konnten wir einige ältere Schüler sowie einen Lehrer des Gymnasiums gewinnen, die jede Menge Spaß und Freude daran hatten, vor allem aber auch ihr schauspielerisches Talent an den Tag legen konnten, mit dem ich als Regisseur des Films sehr zufrieden war", erzählt der Filmemacher.

Insgesamt sind noch weitere zwei bis drei Drehtage im Gymnasium geplant, die verteilt bis in den Frühling stattfinden werden. In denen soll auch die Frauen-/Mädchenquote gehörig angehoben werden, verspricht Rene Daniel. Bewerben kann man sich dafür per E-Mail an lion-project@hotmail.de oder über die offizielle Filmhomepage. Die Dreharbeiten dauern noch bis Ende Juni an. Die Nachproduktion - also Schnitt, Musik, Sounddesign, Vorspann, Abspann - werden noch einmal vier bis fünf Monate in Anspruch nehmen. Geplant ist, dass der Film bis Mitte Dezember in den Kinos anläuft. Sobald Charles Matthau, Sohn der Schauspieler Walter Matthau und Carol Grace, der selbst drei Filmprojekte und eine TV-Serie in den USA produziert, sich loseisen kann und zu Dreharbeiten nach Eggolsheim kommt, werden in Forchheim und Bamberg weitere Innen- und Außenszenen gedreht. Rene Daniel ist Ende Februar als Regisseur auf der "Berlinale"/EFM-European-Film-Market zu Gesprächen mit einer Londoner Co-Produktionsfirma, die für James Cameron ("Avatar", "Harry Potter") zusammengearbeitet hat, sowie weiteren Filmverleihern.


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