Mathias Mönius ist als Dirigent, Klavierbegleiter und Solist seit Mitte der 1990er- Jahre in ganz Europa unterwegs. Er hatte auch schon Engagements in Kapstadt, Toronto und an der Staatsoper in Berlin. die Sinfonie an der Regnitz in Bamberg kennt er dagegen noch nicht. "Das hat sich zeitlich nicht ergeben", sagt der gebürtige Forchheimer. Das wird sich am Ostersonntag, 5. April, ändern. Dann tritt er beim Frühlingskonzert des Sinfonischen Blasorchesters des Musikvereins Buckenhofen im Joseph-Keilberth-Saal solistisch in Erscheinung.

Ein musikalisches Wagnis

Dass die Verantwortlichen des Musikvereins den aus ihrem Ortsteil Buckenhofen stammenden Mönus, der im Jahr 2014 den Kulturpreisträger der Stadt Forchheim bekommen hat, für die Klavierparts "Rhapsody in Blue" und "Warschauer Konzert" gewinnen konnten, war mitentscheidend, das Wagnis eines zweiten Sinfonischen Konzerts in Bamberg überhaupt einzugehen.

Als die Frage an Mönius herangetragen worden ist, ob er beim Frühlingskonzert mitwirken möchte, hatte er noch "kein Bild von der Qualität des Orchesters gehabt". Er kannte lediglich die Jugendblaskapelle "von ihrer Prozessionsmusik und von öffentlichen Auftritten". Aber die Anfrage habe ihn gefreut und so habe er am Ende auch gern zugesagt. Mit dem Dirigenten des Sinfonischen Blasorchesters, Mathias Wehr, ist sich Mönius schnell einig geworden über die Stücke, die er solistisch darbieten wird.

Mönius war einen Tag nach der Premiere des Musicals "Anatevka" im Landestheater Detmold angereist, wo er am Dirigentenpult stand - und schon am 26. März wartete mit Verdis "Otello" die nächste Aufführung. Die Anforderungen an den Kapellmeister, Studienleiter, Klavierbegleiter und Dirigenten, der seit der Spielzeit 2012/13 für das Symphonische Orchester Detmold tätig ist, sind vielseitig.

Das Klavierspielen hat rt bei seinem Vater gelernt. Am Gymnasium in Forchheim zeigte er sein Talent bei vielen Auftritten: "Und so bin ich in diese berufliche Schiene reingeschlittert", sagt er. Was ihn bei seinem Auftritt in Bamberg besonders freut, ist, dass sein Neffe Felix beim Konzert in Bamberg als Kontrabassist mitwirkt.