Liebe FT- Leser,

es ist die Zeit gekommen, wo wir im Haus die Lampen löschen und auf dem Adventskranz feierlich die Kerzenlichter anzünden.

"...und wenn sie brennen alle vier, steht das Christkind vor der Tür", erinnern Sie sich noch an den alten Kinderreim?

Ganz lässt er sich ja nicht mehr heraufbeschwören, der tiefe kindliche Zauber von einst. Die alten Rituale der Adventszeit helfen aber doch, uns auf das Wesentliche dieser vorweihnachtlichen Adventszeit zu besinnen. Wenn wir in die stille Flamme einer Kerze schauen, fällt alle Unruhe von uns ab.

Eine magische Wirkung geht von dem milden Licht aus, das gleichsam von innen wärmte, das tröstet und friedfertig macht und in dem wir uns geborgen und beschützt fühlen.

Der Bischof Nikolaus wünscht allen Lesern vom FT eine gesunde und freudige Advents- und Weihnachtszeit.

Vier Lichter

In unnerer Wohnstubn fast im Eck

Hängt a Adventskranz an der Deck

Do sin vier rota Kerzen dro

Die zünd mer nochernander o!

Für'n Vodder g'hört es erste Licht,

des schein'na kerzogrod nein G'sicht

macht, dass er vo der Ärbet gschind

zum schönsten Fest vom Johr ham findt.

Die Muddä schaut zur zweit'n Kerz'n.

Des Flämmla krabbelt in die Herz'n,

sorcht, dass mer um die Weihnachtszeit

die Hetz vergisst und die Müdigkeit.

Der Bu hot's dritta Licht oh steckt!

Und wißt er, wos er do entdeckt?

Er maant, er sich't ganz vo der Fern

An Weihnachtsmoh mit der Latern.

Es vierte Licht kricht unner Madla!

Es Christkind in sein weißn Klaadla

Hot ganz verstuhl'n heut bei dernacht

Vom Himmel roh den Gruß gebracht.

Und strohln die Lichter alla zamn,

no feiern mir recht schöödaham!

Die ganze Familie singt und sich freut

Endlich, endlich is so weit

a schöna,

lieba Weihnachtszeit!