Besonders über zwei Lebensmittel ist häufig gesprochen, beziehungsweise geschrieben worden: über die Forellen und über das Bier. Beginnen wir mit dem Lob von einem der ersten schreibenden "Reisenden", der die Gegend besuchte: der Dichter Ernst Moritz Arndt.

Er war 1798 in der Region unterwegs, wie damals üblich mit einem Reiseführer und Höhlenkundigen, mit dem "alten Wunder". In Muggendorf ging er mit ihm in eine Schenke, wahrscheinlich, um den glücklichen Ausgang seines Sturzes in der Förstershöhle zu feiern.

"Dort erfreute das Bamberger Bier unsere Herzen. Ein kleiner Rausch und der Wunder fing an, über die Güte und Größe der Vorsehung zu predigen", schrieb er belustigt. Bei seinen Reisen durch das Wiesenttal ist Arndt außerdem aufgefallen, dass "in den Bergen, die schönsten Fruchtbäume stehen und an den südwestlichen Bergen sieht man, fast bis Forchheim hin, Weinberge". Außerdem fand er "Felder am Wegesrand, mit Linsen, Wicken, Gerste, Hanf und Flachs, Kartoffeln und Kohl."


Bier war beliebter als Branntwein



1810 fiel dem Gelehrten Georg August Goldfuß auf: "Das hier gebraute braune Bier ist von vorzüglicher Güte. Dieses Getränk wird hier zulande sehr in Ehren gehalten, dagegen trinkt man wenig Branntwein."

Joseph Heller, der 1829 seinen Reiseführer über die Fränkische Schweiz herausgab, stellte fest, dass es in Muggendorf "neben 52 Wohnhäusern 17 Wirtshäuser gibt" und die Wiesent "reich an Fischen, besonders an wohlschmeckenden 6-8 Pfund schweren Forellen" ist. Die Forellen, so Heller, sind eine Lieblingsspeise der Bevölkerung und kein Fremder darf versäumen, sich dieses köstliche Gericht auftischen zu lassen. Heller lobte außerdem die Flusskrebse "ob ihrer Güte und Größe".


Forellen, Kirschen und Krebse sind top



Als der bekannte Gartenarchitekt Fürst Pückler 1835 durch die Gegend reiste, stellte er fest: "Forellen, Kirschen und Krebse sind nirgends besser als hier" und "man kann nie genug den Nektar Baierns, das treffliche Bier rühmen, was man überall frisch vom Fass im Felsenkeller abgezapft, kalt wie Eis erhält und dessen aromatische Bitterkeit dem Magen so sehr zusagt, als sein geringer Alkoholgehalt verhindert, dass es zu Kopfe steigt." Beim Besuch der Burg Rabeneck wollte er sich, als er den steilen Anstieg vom Wiesent tal hinter sich gebracht hatte, beim Burgpächter ein wenig erfrischen. "Ich bat um ein Glas Bier. Der Mann war aber so arm, dass er keines besaß. In Baiern, eine harte Entbehrung" - so sein trockener Kommentar.

Ludwig Richter besuchte 1837 die Gegend, um "romantische Ansichten" zu zeichnen. Im Gasthaus Zur Post in Waischenfeld verfasste er folgenden Tagebucheintrag zum Thema Essen: "...meinem Leib geschieht auch kein Abbruch. Das köstliche Bier (der Krug zwei Kreuzer oder sechs Pfennige), die ganz ausgezeichneten Forellen von der Größe kleiner Karpfen und alles was noch drum und dran hängt, ergötzen meinen Magen ebenso, als meine Seele sich glücklich und gehoben fühlt im Anschauen einer so wunderschönen Natur."