Bei ernsthaften Herzproblemen können schon wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Um die Infrastruktur für Defibrillatoren zu verbessern, ist der gemeinnützige Verein Bürger retten Leben seit einem Jahr mit der Stadt Ebermannstadt in regem Kontakt - mit Erfolg.

Eine Stunde stand Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) hinter der Kasse im Dm-Markt. Eine lange Schlange bildete sich vor ihr. Viele Bürger kamen extra für den guten Zweck. Denn das Geld, das Meyer in dieser Stunde kassiert, wird in einen neuen Defibrillator für Ebermannstadt gesteckt.

1600 Euro konnte die Bürgermeisterin so für mehr Herzsicherheit sammeln. Der Ertrag wird von der Drogeriemarkt-Filiale auf 2500 Euro aufgestockt und gespendet. Damit wird nun einer von fünf neuen "Defis" im Stadtgebiet finanziert.

Unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden des Bayerischen Städtetags, Kurt Gribl, betreibt der Verein Bürger retten Leben die Aktion "Wir machen Bayern herzsicher". Mehr als 150.000 Menschen in Deutschland sterben demnach jährlich an plötzlichem Herztod. Viele könnten bei sofortiger Hilfe gerettet werden.

Für den Vereinsvorsitzenden Jochen Müller ist eine Ausstattung der größten Ortsteile jeder Stadt deshalb genauso wichtig, wie mit Lehrgängen und Veranstaltungen über die Benutzung der "Defis" aufzuklären. Mit Übungsgeräten und Puppen informiert der Verein bayernweit an Schulen oder mit Aktionen am Tag der offenen Tür - wie beispielsweise an dem der Feuerwehr Ebermannstadt im Mai 2018 - über Herzmassagen und die Benutzung.

Der erste neue Defibrillator wurde am Gemeindehaus in Gasseldorf übergeben. Dank der zahlreichen Spenden örtlicher Firmen und privater Initiativen können demnächst zwei weitere "Defis" in Moggast und Niedermirsberg installiert werden. Auch an der Dm-Filiale soll noch in diesem Jahr das lebensrettende Gerät aufgebaut werden.

Die Filialleiterin Petra Sturm zeigt sich zufrieden mit Meyers Einsatz: "Die Kasse hat gepasst."