Elf Vorschulkinder aus Flüchtlingsfamilien durften sich über eine komplette Ausrüstung für die erste Klasse freuen. Sie bekamen im Bürgerzentrum einen nagelneuen Schulranzen und Schultüten vom "Netzwerk Asyl" überreicht.

Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus dem Bürgerzentrum Mehrgenerationenhaus Forchheim, der Caritas, dem gemeinnützigen Fürther Verein "Weihnachtskürbis e.V." und vielen weiteren Ehrenamtlichen.

Der Weihnachtskürbis e.V. unterstützt Projekte zur Förderung bedürftiger Kinder und Jugendlicher in Franken. Durch verschiedene Aktionen wie Grußkarten- oder Altkleiderverkauf erwirtschaftet der Verein Geld, das in Projekte wie dieses fließen kann.

Gleiche Startchancen
Die elf Kinder, die dieses Jahr eingeschult werden, bekamen eine randvolle Schultasche geschenkt. Sie ist gefüllt mit Blöcken, Stiften, Mäppchen, einem Malkasten und vielem mehr. Zudem hat jeder der ABC-Schützen eine große Schultüte mit weiterem nützlichen Zubehör und vielen Süßigkeiten erhalten.

"Das war das erste Projekt dieser Zusammenarbeit und wir sind froh, dass das geklappt hat. Das strahlende Lächeln der Kinder ist der Lohn dafür", freut sich Heike Krämer, die erste Vorsitzende des Weihnachtskürbis e.V. Der Zweck dahinter sei, dass die Kinder mit dem Geschenk die gleichen Startchancen im Leben haben sollen wie andere.

Naschzeug auch für Geschwister
Die Vorschulkinder wurden zur Übergabe mit ihren Familien ins Mehrgenerationenhaus in die Paul-Keller-Straße eingeladen. Dort erhielten sie im kleinen Kreis ihre Geschenke. Außerdem durften sie sich aus einer großen Kiste etwas zum Naschen heraussuchen. Und auch ihre Geschwister gingen dabei nicht leer aus.

Der Wert eines Schulranzens mit Ausrüstung liegt bei ungefähr 170 Euro. Den Verein kosten die Schultaschen mit Ausrüstung und die vollen Schultüten insgesamt 1500 bis 1600 Euro.

"Der Bedarf ist sehr groß und eine Erstausstattung wie diese sehr teuer", bestätigt Kathrin Reif, Leiterin des Bürgerzentrums Mehrgenerationenhaus.

Die Kinder kommen im September zusammen in die Übergangsklasse der Martinsschule in Forchheim. Dort soll ihnen der Spracherwerb erleichtert werden. Viele von ihnen sprechen kein oder nur gebrochen Deutsch. Das soll sich möglichst schnell ändern. Allerdings dürfen die ABC-Schützen ihre Schultüten erst an ihrem ersten Schultag öffnen. Bis dahin muss sie, trotz aller Neugier, geschlossen bleiben.