Den Beschäftigten im Zweigwerk Ebermannstadt der Bayerischen Milchindustrie (BMI) reichts. Am gestrigen Mittwoch folgten rund 20 der insgesamt 63 Bediensteten des Unternehmens dem Aufruf der Streikleitung, in den Ausstand zu treten. Die zum größten Teiol gewerkschaftlich organisierte Belegschaft legte in der Früpphschicht von 4 bis 8 Uhr die Arbeit nieder.

Keine Alternative zum Streik


Damit, so Michael Grundl von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG in Bayreuth) hat der bayernweit angesetzte Warnstreik der Gewerkschaft auch Oberfranken erreicht. Nach zwei erfolglosen Verhandlungsrunden für die über 14.000 Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft habe die NGG keine Alternative zu einem mehrstündigen Warnstreik gesehen.

Den nötigen Druck aufbauen


Bisher habe es von der Arbeitgeberseite keine konkreten Angebote zu den Forderungen der NGG nach einer Entgelterhöhung von fünf Prozent mehr Lohn und der dauerhaften Übernahme der Auszubildenden für mindestens zwölf Monate und einem Tarifvertrag zur Altersteilzeit gegeben. In Ebermannstadt würden derzeit drei Auzszubildende von einer Übnernahme in ein festes Arbeitsverhältnis profitieren, erklärt Betriebsratsvorsitzender Christian Meier. NGG-Geschäftsführer Michael Grundl setzt auf den Druck der Beschäftigten. Die Arbeitgeber müssten sehen, dass es die Beschäftigten ernst meinten, mit ihren Forderungen. Nur so könne genug Druck aufgebaut werden, um bei den nächsten Verhandlungen am 20. Oktober zu einem Abschluss zu kommen. Ob es weitere spontane Streiks geben wird, hänge von der Streikleitung in München ab.