"Ein Bekannter hat mich auf die Situation aufmerksam gemacht", erzählt Peter Striegel, Zweiter Vorsitzender des Bürgerforums Ebermannstadt. Es geht um ein Biotop entlang des Verbindungsweges Moggast - Morschreuth, das im Zuge der ökologischen Zweitflurbereinigung Moggast geschaffen wurde und jetzt im Bereich der Straßeneinmündung mit Aushub aufgefüllt worden ist.

Darüber informierte Striegel das Amt für Ländliche Entwicklung und die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Forchheim. "In anderen Fällen waren die zur Prüfung gleich vor Ort", sagt Striegel. In dem Schreiben gibt er an, dass die ökologische Fläche schwer in Mitleidenschaft gezogen sei und bittet, "das Erforderliche in die Wege zu leiten, damit eine umgehende Beseitigung des Aushubs aus dieser Biotopfläche erfolgen kann".

Peter Striegel erinnert sich daran, dass das Biotop bereits vor der Amtszeit von Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) angelegt worden war: "Es kann doch nicht sein, dass das jetzt mit Aushub aufgefüllt wird."

Selbst Anfrage gestellt

Der Ortsgruppe Ebermannstadt-Wiesenttal vom Bund Naturschutz (BN) lagen zu diesem Fall noch keine Informationen vor. "Wir begrüßen es aber, wenn die Belange des Naturschutzes auch durch weitere Vereine kommuniziert werden", sagt deren Vorsitzender Christian Kiehr. Die Stadtverwaltung hat bezüglich dieses Falls selbst eine Anfrage an das Amt für Ländliche Entwicklung gestellt, denn die Fläche wurde von diesem noch nicht als Biotop kartiert. Christiane Meyer erklärt, dass bei Moggast Kanalarbeiten durchgeführt wurden. Gemeinden sind verpflichtet, eigene Flächen zur Verfügung zu stellen, um den Aushub zwischenzulagern, damit dieser untersucht werden kann. Das geschah auch hier.

Die Bürgermeisterin erläutert, dass sich der verantwortliche Mitarbeiter der Stadtverwaltung genau informiert und keine Kartierung gefunden hatte. Deshalb war das gemeindliche Grundstück als Ausweichfläche freigegeben worden. "Das muss das Amt für Ländliche Entwicklung eintragen. Vielleicht läuft ja hier das Verfahren noch. Das dauert manchmal viele Jahre", erklärt Christiane Meyer. Deshalb wurde eine Anfrage zur Klärung gestartet.