Die Pfarrgemeinde Obertrubach feierte trotz Corona die Tage der Ewigen Anbetung. Die Gottesdienste um 10 Uhr und Betstunden zwischen 11 und 17 Uhr fanden dabei unter strenger Einhaltung der gültigen Corona-Auflagen statt.

Dies heißt, die Teilnehmeranzahl war zur Einhaltung der Mindestabstände stark reduziert, es wurde nicht gesungen und es herrschte Maskenpflicht während der gesamten Gottesdienste.

Die große Abschlussprozession am 3. Januar mit normalerweise über 6000 Wachslichtern an den Hängen war wegen Corona bereits im Vorfeld abgesagt worden. Als symbolischen Ersatz dafür trug Pfarrer Florian Stark im Anschluss an die letzte Betstunde das Allerheiligste auf den mit vielen Wachslichtern erleuchteten Kirchenvorplatz und spendete dort zusammen mit Kaplan Christian Wohlfahrt den anwesenden Gläubigen, dem Ort und der ganzen Gemeinde den Segen. Für Gänsehaut sorgte das abschließende "O Du Fröhliche", gespielt von Felix Reichel auf seiner Trompete.

1757 eingeführt

Die Tage der Ewigen Anbetung wurden um 1757 vom Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim eingeführt, damit an jedem Tag in seinem Bistum Bamberg irgendwo gebetet wird. Auch heute noch wird dieses christliche Fest in vielen Pfarreien gefeiert, und in einigen wird im Anschluss an die letzte Betstunde das Allerheiligste bei einer Abschlussprozession feierlich durch den Ort getragen.

Diese von vielen Lichtern illuminierte Schlussprozession lässt sich in Obertrubach gesichert bis ins Jahr 1886 zurückverfolgen.

Vergeblich gehofft

Im Corona-Jahr 2020 hatte man die über 6000 Wachslichter bereits im Spätsommer gegossen, damals noch in der Hoffnung, dass bis zum Ende des Jahres die Pandemie vorüber sein wird. Doch das Virus hat einen Strich durch diese Rechnung gemacht.

Der Chef der "Zündler", Günter Wieczorek, kommentiert den diesjährigen Ausfall in Obertrubach mit den Worten: "Die Büchsen werden nicht schlecht. Dann zünden wir sie halt nächstes Jahr an."