Nach den ersten Sichtungen der Untersuchungsberichte der Universität Bamberg müssen weitere Versteifungen des Tragwerks am Rathaus vorgenommen werden, teilt die Stadt Forchheim in einer Pressemitteilung mit.
Zunächst wurde mit dem Dachstuhl begonnen, an dem sogenannte Windrispenbänder eingebaut wurden.

Weiter wurde zwischen den Sparren das hölzerne Dachtragwerk diagonal versteift. So wird eine parallele Verschiebung der Sparren (Scherung) verhindert. Die Windrispe wurde an der Unterseite der Sparren befestigt. Die Windrispe nimmt die Windlasten auf. "Das Rathaus ist nicht eingesturzgefährdet", erklärt Torsten Brunk vom städtischen Bauamt, "aber es besteht Sanierungsbedarf." Im Rathaussaal wird der Hauptträgerbalken durch zwei Böcke an den Endauflagern unterstützt.
Ein Bock wird im Bereich der Bühne eingebaut, der andere vor der Außenwand zum Rathausplatz, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Kosten noch offen

Im Bereich der Bühne musste der Bühnenboden bis zu den Tragbalken geöffnet werden, um dort den Bock auflegen zu können. "Es müssen noch weitere Bereiche geöffnet werden", sagt Brunk, "auch dort, wo sich momentan Büros befinden." Man könne ohne ein Öffnen nicht vorhersehen, wie die Statik unter dem Putz ist.

An der Außenwand der ehemaligen Registratur, das heute sogenannte Rathausrückgebäude, in dem sich auch das Sitzungszimmer befindet, werden ebenfalls Stützbalken zum Abfangen des Tragwerks sowie des Fachwerks angebracht.


An der Südwand des Rathausrückgebäudes werden zur St.-Martin-Straße die Gefache mit Querbalken gesichert, berichtet die Stadt. Wie es mit dem Rathaus weiter gehen wird, hängt von den Ergebnissen der Trag-werksuntersuchung sowie von möglichen Zuschüssen ab. "Die Ergebnisse liegen nun vor, sind aber noch nicht analysiert worden", erklärt Brunk. Das sei auch ein Grund, warum es noch nicht absehbar ist, wie teuer die Sanierung werden wird. "Die Stadt muss sich zuerst klar darüber werden", erläutert Brunk, "ob eine General- oder Teilasnierung gemacht werden soll. Das ist dann auch maßgeblich für die Kosten."