Das große Bronzetor schmückt zwölf Bilder und stellt die Forchheimer Geschichte vor. Bekannt ist das Tor "Porta Vorchheimensis" in Forchheim gut. Vor allem auch bei den Schülern der beiden Gymnasien.

Seit mittlerweile sechs Jahren veranstaltet der Rotary-Club Forchheim einen Aufsatzwettbewerb für die Schüler der zehnten und elften Klassen des Ehrenbürg- und Herder-Gymnasiums. Thematisch wird immer eine Tafel des Tors und damit auch eine gewisse Zeitspanne der Forchheimer Stadtgeschichte behandelt.

Das Ziel des Wettbewerbs ist es unter anderem, dass die Schüler sich mit der Forchheimer Geschichte auseinandersetzen. "Ich versuche anhand der Geschichte Forchheims klarzumachen, dass es ohne eine Vergangenheit keine Zukunft gibt", erklärt Rudolf Schifferer, Altpräsident des Rotary-Clubs Forchheim.


Erster Kontakt zu Rotary

Neben der Vermittlung der Geschichte soll der Wettbewerb auch die Schüler in Kontakt mit dem Rotary-Club bringen, sagt Schifferer, "die jungen Menschen haben die Möglichkeit, durch ihre Aufsätze aufzufallen." Auch bei Fragen rund ums Thema Berufseinstieg eröffne der erste Kontakt mit dem rotarischen Kreis viele Möglichkeiten, ist sich Schifferer sicher. Und Spaß macht es den Teilnehmern auch. So sehr sogar, dass manche sowohl in der zehnten, als auch in der elften Klasse teilnehmen, erzählt der Altpräsident.

Er hatte vor Jahren die Idee, den Schreibwettbewerb ins Leben zu rufen. Und freut sich bis heute über die Beiträge der Schüler. Am Montag, um 19 Uhr werden im Rathaussaal die Preisträger des letzten Wettbewerbs gekürt.

Dann werden jeweils drei bis fünf Minuten aus den insgesamt fünfseitigen Aufsätzen vorgelesen. Der Beitrag kann dabei eine historische Abhandlung, ein Essay oder eine fiktionale Erzählung sein, soll aber den historischen Stoff literarisch verarbeiten. Im Anschluss an die Preisverleihung und den Auftritt eines Saxophon-Quartetts gibt es in diesem Jahr ein Novum: Rudolf Schifferer stellt ein Buch mit den Aufsätzen der vergangenen Jahre vor.

Schüler stehen im Mittelpunkt

"Der Schülerwettbewerb ist die Hauptsache", sagt er. "Aber ich wollte nicht, dass die älteren Sachen in Vergessenheit geraten. Daher haben wir entschieden, ein Buch daraus zu machen." Das 163-seitige Buch wird es dann für 7,90 Euro bei lokalen Buchhändlern zu kaufen geben und trägt den Titel "Blickpunkt Porta Vorchheimensis Band I". "Wir wollen damit kein Geld verdienen, sondern Werbung für die Stadt machen", erklärt Schifferer die Beweggründe.