Derzeit ringen 86 bayerische junge Forscher in München um die Qualifizierung für den Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Mit dabei ist Markus Reichel aus dem Landkreis Forchheim. Der Gymnasiast hat ein selbstbremsendes Bobbycar gebaut, um die Nachbarskinder vor Unfällen zu schützen.

Der Schüler des Ehrenbürg- Gymnasiums Forchheim tüftelte in den Sommerferien an einer automatischen Bremsvorrichtung für ein Bobbycar. Nachdem zwei kleine Jungen aus seiner Nachbarschaft mehrfach Gartenzäune touchiert hatten, wollte er weiteren Unfällen vorbeugen.

Dazu hat er einen Infrarot-Sensor in das Fahrzeug eingebaut. Dieser hilft, Hindernisse rechtzeitig zu erkennen und das Bobbycar kurz davor zum Stehen zu bringen. "Nach meiner Präsentation beim Regionalwettbewerb haben mich schon mehrere Leute begeistert angesprochen und sich dieses System für ihr Kind gewünscht", erklärt der Nachwuchswissenschaftler. Doch nicht nur Eltern und ihre Kinder profitieren von dem jugendlichen Erfindergeist.

Vermeidung von Unfällen

Die Technik des 15-Jährigen könnte in abgewandelter Form auch bei anderen Fahrzeugen angewandt werden.
Denkbar wäre neben einem selbstbremsenden Aufsitzrasenmäher auch die Verwendung als Notbremssystem in der S-Bahn sowie als Fußgänger-und Fahrzeugschutz zur Vermeidung von Ein- und Ausparkunfällen.

Das Bobbycar des Oberfranken sowie die Projekte der anderen jugendlichen Wissenschaftler können bis Donnerstag, 10. April, im Deutschen Museum in München besichtigt werden.
An diesem Tag werden die Siegerprojekte in einem Festakt geehrt.