„Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit!“ lautet das Motto der diesjährigen europäischen Woche der Abfallvermeidung. Das Landratsamt Forchheim kürt in diesem Zusammenhang Firmen, welche die Abfallvermeidung in ihrem Arbeitsalltag verinnerlicht haben, wie das Landratsamt Forchheim mitteilt.

Die Rechtsgebiete des Wirtschafts- und Steuerrechts sind üblicherweise mit großen Aktenumfängen, wie Verträge, Bilanzen, Berichte, Gutachten verbunden. Das Thema umweltorientierte Kanzleiführung war dem Eigentümer Thomas Mönius schon immer ein großes Anliegen und führte dazu, dass die Kanzlei deutschlandweit als erste Rechtsanwaltskanzlei im Qualitätsverbund umweltbewusste Betriebe zertifiziert wurde. Dass Umweltbewusstheit und Ökonomie oftmals Hand in Hand gehen, zeigte sich unmittelbar, als die Sachkosten um 11 % eingespart werden konnten. Der innovative Ansatz besteht in der Digitalisierung und der Vermeidung von Mehrfachkopien durch koordinierte kanzleiübergreifende Akteneinsichten und abgestimmtes Scannen.

Anfang der Nullerjahre verdoppelten sich jährlich die Papiermengen. Um einer weiteren Steigung entgegenzutreten, musste ein Paradigmenwandel erfolgen - weg vom Papier hin zur elektronischen Aktenführung. Wurden 2006 noch 120.000 Blatt Papier benötigt, so konnten diese Mengen bis 2017 auf 60.000 Blatt halbiert werden. Durch die Einführung der E-Akte schrumpfte diese Menge nochmal auf wenige 1000 Blatt pro Jahr.

Ein aktuelles Beispiel aus dem Oktober 2021 zeigt, dass durch die vorausschauende Planung, wie der Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft und weiteren Kanzleien, 57.000 Blatt Papier eingespart werden konnte. Dies entspricht etwas mehr als eine halbe Europalette. Darüber hinaus fallen die Verpackung und der Versand der Akten weg.

Die konsequente und durchdachte Vorgehensweise und die daraus resultierende Einsparung an Abfall, aber auch an Materialkosten, haben die Jury überzeugt. Die weiteren Plätze belegten die PoPP GmbH&Co.KG aus Forchheim und das Bauunternehmen Walter aus Burggaillenreuth. Die Abfallwirtschaft des Landratsamt Forchheim dankt den teilnehmenden Firmen für ihre kreativen Ideen zur Abfallvermeidung mit weiteren Preisgeldern und Urkunden.

Doch welche weiteren Einsparmöglichkeiten haben Firmen? Um nicht nur Abfall, sondern auch Geld zu sparen, lohnt es sich die Prozessabläufe zu optimieren. Durch vorausschauendes Planen können Materialverschnitt oder Stanzabfälle reduziert bzw. vermieden werden. Darüber hinaus können z.B. Holzabfälle thermisch genutzt werden.

Aber selbst mit kleinem Aufwand lässt sich viel erreichen. Wie wäre es mit einem Brotzeittag? Jeder Mitarbeiter bringt die Lebensmittelreste aus dem eigenen Kühlschrank mit zur Arbeit. Diese werden dort in der Pause zusammen gegessen. Dies stärkt nicht nur den Zusammenhalt, sondern reduziert die weggeworfenen Nahrungsmittel.

Falls Sie als Firmeninhaber noch kein Weihnachtsgeschenk haben sollten, hier eine Idee: Jeder kennt die morgendlichen Kaffeeschlangen beim Bäcker. Abgefüllt wird meistens in Einwegbechern, die nach einigen Minuten des Genusses im Müll landen. Diese Unmengen an Müll könnten mit einem Mehrwegbecher vermieden werden – mit dem Logo der Firma.