Die Energie- und Fördermittelberatung des Landratsamtes Forchheim weist Hauseigentümer auf "die derzeit außerordentlich guten Fördermöglichkeiten in Form von Zuschüssen oder zinsverbilligten Darlehen mit Tilgungszuschüssen" hin. Das teilt das Landratsamt Forchheim in einer Pressemitteilung mit. Um die Klimaschutzbemühungen weiter voranzubringen, ständen trotz Coronakrise staatliche Gelder für energetische Investitionen im Gebäudebereich zur Verfügung. "Durch den Einbau effizienter Heiztechniken oder die Umsetzung von Dämm-Maßnahmen sinken die Energiekosten und gleichzeitig verbessert sich die Wohn- und Lebensqualität", so der Landkreis. 

Bis zu 55 Prozent Zuschuss fürs Heizen mit erneuerbaren Energien

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) habe der Bund die Fördersätze für Heiztechniken auf Basis erneuerbarer Energien (z. B. Solarthermie, Stückholz-/Pellets-/Hackschnitzelheizungen, Wärmepumpen) bzw. für Fenstertausch oder Dämm-Maßnahmen nochmals angehoben und teilweise um bestimmte Boni-Varianten aufgestockt, informiert Christine Galster vom Büro Energie und Klima des Landratsamtes Forchheim. Wer beispielsweise seine alte Öl-Heizung durch eine besonders emissionsarme Holzpelletsheizung austausche, bekomme neben der Basisförderung in Höhe von 35 Prozent zusätzlich eine zehn-prozentige „Austauschprämie Ölheizung“ und den fünf-prozentigen „Innovationsbonus Biomasse“; insgesamt also 50 Prozent Zuschuss auf sämtliche förderfähige Kosten für Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Heizungstausch entstehen. Alternativ wäre auch der Anschluss an ein Nahwärmenetz förderfähig.

Das Förderprogramm könne aber auch für kleinere investive Maßnahmen an bestehenden Heizanlagen, wie die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs in Verbindung mit dem Austausch von Heizungsumwälz- oder Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen oder sonstigen Optimierungsmaßnahmen am Heizsystem in Anspruch genommen werden.

Bei Heizungstausch oder Heizungsoptimierung könne die elektronische Antragstellung ohne Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten vom Hauseigentümer selbst oder vom bevollmächtigten Heizungsbauer auf der Homepage des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorgenommen werden; dies müsse jedoch vor Auftragsvergabe erfolgen. Die Umsetzungsfrist betrage 24 Monate, innerhalb dieses Zeitraumes muss die Anlage errichtet und in Betrieb genommen und anschließend die Verwendungsnachweise eingereicht werden.

Diese Förderungen sind bei der Fensterdämmung möglich 

Für energetische Maßnahmen an der Gebäudehülle, wie z. B. die Erneuerung der Fenster, die Dämmung des Daches, der obersten Geschossdecke oder der Fassade sowie für eine umfassendere Sanierung auf Effizienzhausniveau gebe es ebenfalls Zuschüsse von bis zu 45 %, so der Landkreis. Je weniger Energie das Gebäude benötige, umso höher die Förderung.

Auch hier gelte: Nur wenn der elektronische Antrag rechtzeitig, d. h. bereits vor Beauftragung des Handwerkers beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt werde, könnten diese staatlichen Zuschüsse für die förderfähigen Investitionskosten abgerufen werden. Außerdem sei bei Fenstertausch, Dämmung oder Sanierung zum Effizienzhaus ein qualifizierter Energie-Effizienz-Experte verpflichtend einzubinden. Die Umsetzungs- bzw. Fertigstellungsfrist betrage ebenfalls grundsätzlich 24 Monate.

Weitere Informationen zur Bundesförderung effiziente Gebäude: www.bafa.de/beg