Die Planungen für die Sanierung der Tiefgarage am Paradeplatz nehmen Form an. Nach Aussagen von Bauamtsleiter Gerhard Zedler müssen die Zwischendecken saniert werden. "Baurechtlich bestehen dabei keine Probleme", sagt Zedler, verweist aber auch darauf, dass die Sanierung notwendig ist, weil die Tiefgarage sonst bald nicht mehr befahrbar wäre.

Die aktuellen Planungen besagen, dass während der Sanierungsarbeiten die Tiefgarage für acht Monate geschlossen bleiben muss.

"Ich bin schon traurig, dass es mit dem Aufzug nicht vorwärts geht", bedauerte Stadträtin Edith Fießer (FGL) im Bauausschuss. Es sei schon so lange über den Aufzug diskutiert worden und nun sehe der Plan gar keinen Aufzug vor. Zedler betonte daraufhin, dass dies nicht die endgültige Planung sei und momentan noch über mehrere Möglichkeiten nachgedacht werde.

Zwei Standorte möglich

Zum einen könnte man sich einen Aufzug in Richtung Hauptstraße vorstellen, zum anderen wurde ein Aufzug beim Rewe-Markt wieder ins Gespräch gebracht. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass der Steuerzahler einen Lift für ein Unternehmen bezahlen muss", meinte Günther Hammer (SPD). Die Entscheidung über die Errichtung eines Aufzugs müsse vor Beginn der Maßnahme gefallen sein, betonte Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO). "Aus meiner Sicht gehören zwei hin, das ist aber eine Frage der Finanzierbarkeit", erläuterte das Stadtoberhaupt weiter. Es gehe bei der Errichtung eines Aufzugs um einen Betrag von rund 400 000 Euro.

"Ein barrierefreies Parkhaus am Paradeplatz ist endlich nötig", forderte Zedler. Zur Barrierefreiheit zählt er neben der Errichtung eines Aufzugs auch das Einrichten von Behindertenparkplätzen. Diese sollen nur im ersten Tiefgeschoss angesiedelt werden. Damit müsste der Aufzug auch nur bis dorthin gehen, was eine Kostenersparnis mit sich bringen würde. Die Anzahl der Parkplätze würde sich jedoch verringern. Wenn alle Parkplätze breiter gemacht würden, würde das noch einen größeren Verlust von Parkplätzen bedeuten.

Neugestaltung des Platzes

Im Bauausschuss fragte Stadtrat Heinz Endres (FBF) dann noch nach, ob die Herrichtung des Paradeplatzes, die für die nächsten Jahre angedacht ist, bei den Planungen berücksichtigt wurde. Zedler beteuerte, dass die Sanierung und die Neugestaltung keinen Einfluss aufeinander haben werden.

Sebastian Körber (FDP) fragte schließlich auch nach der Sanierung der Treppenhäuser. Zedler antwortete, dass diese bei der aktuellen Planung dabei seien. Nicht eingeschlossen sind jedoch Dächer über den Treppenhäusern. Diese werden erst im Zuge der Neugestaltung des Paradeplatzes ausgewählt, damit sie dann in das Bild des neuen Paradeplatzes passen.

Der Bauausschuss stimmte ohne Gegenstimme für den Beschlussvorschlag von Referatsleiter Zedler.