Kuriose Geschichte am Rande der Bundestagswahl: Lisa Badum, Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Bamberg, ist bei ihrer Stimmabgabe zur Bundestagswahl am Sonntag (26. September 2021) ein kleines Malheur unterlaufen. Weil sie am verkehrten Standort gewählt hatte, musste sie ihren Stimmzettel unmittelbar nach der Wahl ungültig machen. "Ich war zuerst im falschen Wahllokal und musste deshalb meinen Stimmzettel wieder zerreißen", berichtet die 37-Jährige inFranken.de

Die Erklärung für den Irrtum: Auf dem Areal der Forchheimer Annaschule befanden sich am Wahltag gleich zwei Wahllokale dicht nebeneinander. "Es gab dort zwei Eingänge", sagt Badum. Der Irrtum ist ihr zufolge rechtzeitig bemerkt worden. "Es war auf jeden Fall nicht die Schuld der Verwaltung", hält die Politikerin fest. Im benachbarten Wahllokal konnte Badum ihre Stimme schließlich ordnungsgemäß abgeben. "Ich habe auch nur einmal gewählt", betont die gebürtige Forchheimerin. 

"Ist für mich der Königsweg": Badum wählt bewusst im Wahllokal vor Ort

Anders als ihre politischen Mitbewerber Thomas Silberhorn (CSU) und Andreas Schwarz (SPD), die ihre Stimme per Briefwahl abgaben, wählte Badum am Sonntag bewusst vor Ort. "Wählen am Wahltag ist für mich der Königsweg. Ich bin persönlich hier. Das ist ein erhebenderes Gefühl als das Ausfüllen der Wahlunterlagen zu Hause", erklärte sie kurz nach ihrer Stimmabgabe. 

Inzwischen steht auch fest: Silberhorn, Schwarz und Badum bleiben allesamt Bundestagsabgeordnete für die Region Bamberg-Forchheim. 

Verwirrung herrschte am Wahlsonntag indessen in einem Nürnberger Wahllokal: Wahlberechtigte zeigten sich dort verärgert. Weil offenbar Wahlräume nicht richtig ausgeschildert wurden, irrten dutzende Menschen über das Gelände der ansässigen Grund- und Mittelschule. CDU-Kanzlerkandidat patzte derweil bei der Abgabe seines Stimmzettels: Letzterer war falsch gefaltet, beide Kreuze waren deutlich zu sehen. Im Internet entfachte daraufhin eine heftige Diskussion.