Ein beeindruckendes Foto ist auf der Sternwarte Feuerstein bei Ebermannstadt aufgenommen worden. Es zeigt den Vollmond vom 27. Oktober.

Mond leuchtet bekanntlich nicht selbst, sondern er wird von der hellen Sonne angestrahlt. Dem Betrachter erscheint dabei der Mond als hell gelb-weiß leuchtender Himmelskörper. Tatsächlich weist die Mondoberfläche aber viele Rot- und Blautöne auf, die Rückschlüsse auf die geologische Beschaffenheit der Mondoberfläche zulassen.

Diese Farbenpracht des Mondes kann mit einer besonderen Methode fotografiert werden. Werner Stupka aus Nürnberg hat am 27. Oktober auf der Sternwarte Feuerstein 600 Einzelbilder vom Mond durch das dortige Teleskop fotografiert. "Alle Bilder deutlich unterbelichtet, mit ISO 100 und einer Belichtungszeit von 1/1000 Sekunde", erklärt der Hobby-Astronom.
Diese 600 Bilder wurden anschließend mit einer Software "übereinandergelegt", so dass die Bildinformationen - wie zum Beispiel die Farbe - entsprechend verstärkt wurden.

Das Ergebnis zeigt die wahren Farben des Mondes: die rötlichen Mondmeere mit hohem Anteil an Eisenoxid und auch blaue Regionen. Besonders auffällig ist das riesige, bläuliche "Mare Tranquilitatis" im rechten Bildbereich, das diese Färbung aufgrund des hohen Anteils von Titandioxid in der Lava aufweist.

Eindrucksvoll ist gerade bei Vollmond im unteren Bildbereich der helle Krater Tycho, von dem ein riesiges Strahlensystem ausgeht. Dabei handelt es sich um pulverisiertes Material, das bei einem massiven Einschlag herausgeschleudert und über 1800 Kilometer auf dem Mond strahlförmig verteilt wurde.