Zum Beispiel von diesem Guru Gerhard, der vor ein paar Jahren keine Lust mehr hatte, Tiefkühlkost an Hausfrauen zu liefern, und das Prinzip einfach umgedreht hat. In seinem Haus in Ailsbach lässt er sich nun Lebensmittel von einer abhängigen Familie bringen, deren Kinder von den Resten leben dürfen. Aber auch ein 53-jähriger, namentlich nicht bekannter Mann aus dem Landkreis Forchheim hat es drauf. Seine Spezialität: die Zeche im Wirtshaus prellen.

Wie die Polizei mitteilt, kam der Mann genau vor einem Jahr auf den Geschmack. Damals verzehrte er in Nürnberg einen Gänsebraten nebst Suppe und Nachtisch, dazu trank er mehrere Bier. Im Januar schlug er sich dann in mehreren Kalchreuther Gaststätten den Bauch voll. Dabei ging er immer nach dem gleichen Muster vor: Beim letzten Bier ließ er noch einen Rest im Glas, um vorzutäuschen, er sei nur kurz ums Eck, während er in Wirklichkeit das Weite suchte. Bis zu 40 Euro blieb er jeweils schuldig.

In Kalchreuth scheint es ihm besonders gut gemundet zu haben, denn unlängst tauchte er dort wieder in einer der geschädigten Gaststätten auf und bestellte sich einen Gänsebraten. Prompt wurde er vom Gastwirt erkannt. Und noch im Lokal klickten die Handschellen. Inzwischen hat er alle ihm vorgeworfenen Taten eingeräum. Seine Begründung: Hunger und Geldnot.

Wenn es nur mit Guru Gerhard auch so einfach wäre! Und wenn es dabei auch nur um einen finanziellen Schaden ginge!