Pfiffig reagierten die Kerwasmadla und Kerwasbum an der Bärnfelser Kerwa. Da der Kerwas-Baum im Vorjahr von Unbekannten geschält wurde, sollte das heuer nicht passieren.
"Obwohl dies", wie Caro und Carina von der Dorfjugend beteuern "nicht mal Brauch bei uns ist und uns eigentlich auch gar nicht gestört hat". Deshalb schälten die "Jung-Bären" ihre 20-Meter hohe Fichte direkt nach dem Aufstellen selbst, um so den potenziellen Wiederholungstätern zuvorzukommen. Weil die Mädels und Burschen aber zusätzlich noch ein Schild mit der Aufschrift "Ätsch" samt Smiley anbrachten, fühlten sich wohl die angesprochenen Unbekannten dermaßen herausgefordert, dass sie nächtens zur Säge griffen und die geschmückte Trophäe niederlegten: "Bis früh um sechs haben unsere Leute Wache gehalten, aber um sieben lag er plötzlich da", schmunzeln die beiden Kerwasmadla, die sich samt den kurzerhand eingesprungenen Alt-Kerwasburschen, die sich diesen Frevel nicht nachsagen lassen wollten, sofort auf in den Wald machten, um eine zehn Meter höhere Fichte als Ersatz zu besorgen. Doch anscheinend hievten die etwas zu kräftig und ungestüm, denn genau als der "Maia" in der Geraden stand, brach die Spitze krachend ab. Aber auch das bringt Carina und Caro nicht aus der Fassung, denn sie finden: "Ob mit oder ohne Spitz´ und Baum, die Bärnfelser Kerwa ist ein Traum."