Um 8.30 Uhr in der Praxis zu stehen, für Tatjana Lawendel heute wohl unmöglich. Wie viele Andere pendelt sie von Forchheim aus mit dem Zug zur Arbeit. Weil die Bahn aber streikt, wird die Fahrt für sie heute zur Zerreißprobe werden. "Meine Mutter fährt mich nach Erlangen, von dort aus werde ich dann den Bus nehmen", sagt die 36-Jährige.

"Ein Auto kann ich mir als Alleinerziehende nicht leisten", erklärt sie. Dreimal die Woche arbeitet Lawendel als zahnmedizinische Verwaltungsfachangestellte in Nürnberg. "Nach der Elternzeit konnte ich wieder bei meiner alten Chefin anfangen", berichtet sie. Doch weil sie wegen ihrer Mutter, die während der Arbeitszeit auf die dreijährige Tochter Frieda aufpasst, nach Forchheim gezogen ist, pendelt sie nach Nürnberg.