Erzbischof Ludwig Schick hat das vielfältige ehrenamtliche Engagement im gesamten Erzbistum gewürdigt und dafür stellvertretend 19 Gruppen ausgezeichnet. Ohne ihren tatkräftigen Einsatz wären viele Angebote und Aktivitäten in der Verkündigung, der Liturgie und der Caritas nicht möglich.

Der Bamberger Oberhirte zeigte sich am Freitag im Bistumshaus St. Otto beeindruckt von dem vielfältigen Engagement der Ehrenamtlichen, das viele noch neben dem Beruf und ihren familiären Aufgaben leisten. "Das ehrenamtliche Engagement ist im Bereich des Erzbistums nicht zurückgegangen, sondern nach wie vor hoch und aktiv. Das Interesse am Schicksal des Nächsten und der Einsatz für das Gemeinwohl sind positive Zeichen für den Gemeinsinn bei uns", so Schick.


Kirche und Gesellschaft

Schwarzsehen und Pessimismus seien unangebracht. Der Geist Jesu und die Werte des Evangeliums seien bei vielen Basis für ihr ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gesellschaft, was wahrgenommen und verstärkt werden müsse. Der Erzbischof bestärkte die Ehrenamtlichen in ihrem Dienst, der zur Verkündigung und Lebendigkeit des Glaubens beitrage, und sagte ihnen ein herzliches "Vergelt's Gott".

Zu den ausgezeichneten Gruppen gehören die ehrenamtlichen Teams des Gebrauchtwarenladens "Kleidbar" in Lauf an der Pegnitz. Auch das Kirchenputzteam aus St. Nikolaus in Ebermannstadt wurde für sein langjähriges Engagement gewürdigt. "Sicher kennen Sie alle das Märchen von den Heinzelmännchen. Diese guten Geister hatten trotz aller erfreulichen Überraschungen für die Menschen einen Nachteil: Sobald sie gesehen wurden, verschwanden sie auf Nimmerwiedersehen. Moderne Heinzelmännchen sind da nicht so empfindlich - Gott sei Dank - sie machen weiter und weiter und weiter", wandte sich Schick an das Kirchenputzteam aus Ebermannstadt.


Fleiß und Treue

Solche modernen Heinzelmännchen habe die Pfarrei St. Nikolaus in Gestalt ihres Kirchenputzteams. Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit, Treue, Fleiß und Freude an der gemeinsamen Arbeit zeichnen diese sieben Frauen laut Schick aus.

"Mit viel Hingabe halten sie ihre Kirche sauber und machen sie damit zu einem Aushängeschild für ihre Pfarrgemeinde", lobte Schick die Frauen.

Auch "Credo" aus Unterleinleiter und Umgebung würdigte der Erzbischof. " Musik verbindet! In diesem Fall katholische und evangelische Christinnen und Christen. Auch wenn der Schwerpunkt in den katholischen Gottesdiensten in St. Peter und Paul in Unterleinleiter liegt, muss man betonen, dass Musikerinnen und Musiker beider Konfessionen der zuerst namenlosen Band angehören, die bereits seit 20 Jahren besteht", sagte Schick. Erst vor zehn Jahren kam der Name "Credo" ("Ich glaube") auf.
Aus dem Glauben heraus kommt ihr Auftrag, in der Kirche zu musizieren und zu singen und den Gottesdienst-Besucherinnen und -Besuchern Freude zu bereiten und sie im Innersten anzurühren.


Lob und Applaus

Das größte Lob für die rund zehn Sängerinnen, einen Gitarristen, einen Bassisten, eine Keyboarderin, eine Querflötistin und eine Blockflötistin, die auch die Percussion übernimmt, ist, wenn jemand sagt "Schön habt ihr wieder gespielt".

Dafür lohnt es sich, neben dem Beruf und dem meist stressigen Alltag, die Proben auf sich zu nehmen. Gar nicht immer leicht, alle unter einen Hut zu bringen und die notwendige Besetzung für einen Gottesdienst aufzubringen. Denn im Laufe von 20 Jahren kommt einiges an Hochzeiten, Firmungen, Jugendgottesdiensten, Taufen und auch Weltgebetstagen zusammen. "Wir wünschen Ihnen, dass Sie es immer wieder schaffen, das zu meistern und auch neue Leute für Ihre Band zu begeistern", sagte Schick.