"Dies ist einer der bestbesuchten Festauftakte soweit man denken kann", waren sich die Kirchehrenbacher Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) und die Festwirte einig. Nachdem die Kirchehrenbacher Heimatfreunde den obligatorischen Maibaum aufgestellt hatten, unterhielten die Ehrabocher Stäudla, die Kirchehrenbacher Kindertanzgruppe, die Zuschauer mit fränkischen Tänzen. Danach war es "endlich" soweit. Bürgermeisterin Gebhardt zapfte das erste Fass Bier an, während die Ehrabocher Musikanten zünftig aufspielten.

Doch leider hielt das Wetter nicht, was es zum Auftakt versprach. Immer mehr dunkle Regenwolken verscheuchten immer mehr Besucher am Festwochenende. Die treuesten Freunde des Traditionsfestes ließen sich nicht durch die Regen- schauer davon abhalten, zum Festla auf den "heiligen Berg" zu pilgern. Florian, ein gebürtiger Kirchehrenbacher. kam extra aus Nürnberg, um seine Sehnsucht nach "seinem" Walberlafest trotz Regen und Kälte zu stillen. Lange Gesichter gab es hingegen bei den Festwirten und Schaustellern. Besonders am Sonntag, als die Wolken den Tafelberg immer noch fest im Griff hatten, schauten die meisten finster drein. Wie Schaustellerin Waltraud Hoff erzählte, sei das Wetter seit 37 Jahren nicht mehr so schlecht gewesen. Aber sie konnte sich auch daran erinnern, dass es einmal sogar schon Schnee am Fest gab.

Trotz der Widrigkeiten besuchten die treuesten Fans des Festes den Gottesdienst. Anschließend gab es den traditionellen Frühschoppen. Petrus zeigte sich zumindest am Sonntagnachmittag etwas einsichtig. Von einigen Schauern abgesehen. Etwas verwundert zeigten sich Bürgermeisterin und Gemeinderäte über die Beschwerde eines Besuchers, der zwar die Biertrinker mit flüssigem und festen Stoffen wohl versorgt sah, jedoch die Sahnetorten auf dem Fest vermisste.