Nicht schlecht staunte Alois Stenglein unlängst, als er in der Nähe von Hiltpoltstein im Wald unterwegs war. Er entdeckte einen rund drei mal zwei Meter großen Felsbrocken, der offenbar vom Aussichtspunkt Leidstein abgebrochen und unterhalb der Wetterfahne hinabgestürzt war.

"Der Abgang wurde durch zwei Buchen abgebremst, welche natürlich in Mitleidenschaft gezogen wurden", berichtet Stenglein. Rings um den Felsen liegen bereits kleine Steine von früheren Abbrüchen. Stenglein vermutet, dass der Felssturz durch die Unwetter und die damit verbundenen heftigen Regenfälle der letzten Tage ausgelöst wurde. Entdeckt wurde die Veränderung am Fels bei Durchforstungsarbeiten in dem abgelegenen Waldstück.

Kontrolle ist unmöglich

Gisela Bauer, die Bürgermeister (Bürger für Hiltpoltstein), zeigte sich wenig überrascht von dem
Felsabsturz: "Solche Felsen gibt es ganz, ganz viele in der Fränkischen Schweiz." Diese könne die Kommune unmöglich unter Kontrolle halten.

Die Gemeinde sei lediglich verpflichtet, die Sicherheit zu garantieren bei Felsen, die sich direkt an einem Weg oder innerhalb des Ortes befinden, "wo sie bedrohlich sein können". Auch darüberhinaus beobachte sie und ihre Mitarbeiter die Beschaffenheit des Gesteins, doch "alle Felsen in allen Privatwäldern" könnten nicht ständig im Blick behalten werden. Diesen konkreten Fall will sich Gisela Bauer nun vor Ort anschauen und gegebenenfalls eine Absperrung aufstellen lassen. Einen Grund zur generellen Sorge sieht sie nicht: "In diesem Wald sind ja normalerweise keine Menschen unterwegs."