Exakt 33 Wassersportler beteiligten sich am Dreikönigsschwimmen, das der Tauchsportclub Ebermannstadt zum 29. Mal ausrichtete. "Die Veranstaltung gibt es, seit es den Verein gibt", erklärt Vorsitzender Norbert Held, der in diesem Jahr erstmals auch Mitglieder des technischen Hilfswerkes Forchheim dazu begrüßte. Auch die Wasserwacht Ebermannstadt und der Tauchsportclub Schweinfurt hatten je eine Anordnung zum Dreikönigsschwimmen entsandt.


Mit Glühwein und Punsch aufgewärmt

Ausgerüstet mit Neoprenanzügen und warmen Getränken trafen sich die Wassersportler am Ebsermare, um sich noch einmal mit Glühwein und Punsch aufzuwärmen, ehe sie sich in die Hochwasser führende Wiesent stürzten. Die Neoprenanzüge wurden an den Beinen, beim Übergang zu den Flossen, mit Klebeband umwickelt. "Wir machen das, damit der Reißverschluss nicht aus
Versehen aufgeht und Wasser eindringt Dann wird es nämlich unangenehm", erklärt Hans Bayer, der älteste Teilnehmer des Starterfeldes. Letztes Jahr musste er aus dienstlichen Gründen pausieren. Aber sonst kann er sich nicht erinnern, je ein Dreikönigsschwimmen ausgelassen zu haben.


Jüngste Teilnehmerin ist 14 Jahre alt

Jüngste Teilnehmerin war Julia Mirschberger. Die 14-Jährige hat bereits mit zehn Jahren zum ersten Mal die zweieinhalb Kilometer lange Strecke vom Ebsermare in Rothenbühl bis zum Ausstieg beim Landratsamt bewältigt. Über Wassermangel - wie im Vorjahr- mussten sich die Schwimmer heuer nicht beklagen. Und auch die Temperaturen waren überaus angenehm. "Die Wiesent hat ungefähr sechs, sieben Grad", schätzte Vereinschef Held.

Er warnte die Schwimmer aufzupassen, damit sich niemand an einem Ast verheddert und in einen Strudel gerät. "Bleibt in Gruppen beisammen" gab er den Schwimmern mit auf den Weg. Er verwies auch darauf, dass der Fluss teilweise doppelt so breit war als normal und bat die Teilnehmer, die
starke Strömung des Flusses zu bedenken.


Schwimmreifen mit Vereinsemblem und Verpflegung

Mit brennenden Fackeln in den Händen machten sich die Schwimmer auf die Strecke. Auf einen Startschuss verzichtete Norbert Held. "Wir veranstalten hier ja kein Rennen", argumentierte er. Mit dabei hatten die Schwimmer traditionell ihren großen Schwimmreifen mit dem Vereinsemblem, den sie zu einer Verpflegungsstation mit Glühwein, Sekt und hochprozentigem umgebaut hatten. Die Schwimmer im Fackelschein auf der Wiesent bildeten einen romantischen Anblick.

Bereits eine Viertelstunde nach dem Start hatte das Teilnehmerfeld den Ausstieg an der Fußgängerbrücke beim "Oberen Tor" erreicht. "Alles ist glatt gegangen", erklärte Hans Bayer, der nur einmal das Vereinsemblem, das sich im ufernahen Buschwerk verfangen hatte, befreien musste. Ein anderer Taucher, der gerade die Ramstertalbrücke unterquerte, fasste das Ereignis so zusammen: "Es ist jed‘s Joohr imma wieda schöö."