Auf Grundlage einer Bedarfsplanung ist der Kindergartens "Glückskinder" an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Das teilte Bürgermeister Holger Bezold (FW) dem Gemeinderat mit. Während im laufenden Kindergartenjahr der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen noch abgedeckt werden konnte, ergebe sich aufgrund der vorliegenden Anmeldungen ein Überhang von 28 Kindern.

Die Gemeinderäte beschlossen deshalb, den zusätzlichen Bedarf anzuerkennen. "Alle 28 Kinder kommen aus Dormitz", bestätigte Bürgermeister Bezold auf Nachfrage von Gemeinderätin Marianne Mirsberger (CSU). "Wir müssen für die Jahre eine vorausschauende Bedarfsplanung machen" forderte Bezold ein. Wie schwierig es ist, kurzfristig Räume zu finden für die vorübergehende Unterbringung der Kinder, zeigte der Bürgermeister den Räten auf. "Uns bleiben rund acht Wochen, um alles zu regeln", so Bezold. Räume, die für eine Nutzung infrage kommen, wurden mit dem Landratsamt besichtigt und begutachtet. Das Ergebnis war, dass die Schule Räume frei machen muss.


"Dafür habe ich Verständnis"

Die Mittagsbetreuung wird übergangsweise in den Medienraum der Schule verlegt, der Kindergarten wird in die Räumlichkeiten der Mittagsbetreuung umziehen - all dies, bis ein Ergänzungsraum gefunden worden ist.
Es wurden im Vorfeld Gespräche mit den Verantwortlichen von Kindergarten, Schule, Mittagsbetreuung sowie auch mit der Schulverbandsvorsitzenden Bürgermeisterin Gertrud Werner geführt. "Dass dies allen Beteiligten nicht gefallen hat, dafür habe ich Verständnis. Dennoch müssen wir in den Medienraum der Schule investieren den die Mittagsbetreuung vorübergehend nutzt", sagte Bezold.

Eine Küchenzeile wird angeschafft und Raumteiler, um die Mittagsbetreuung von der Hausaufgabenbetreuung zu trennen. Ebenso wird das Foyer der Schule als Raum mit einbezogen und durch mobile Stellwände vom Treppenhaus getrennt. Nach längerer Diskussion gab es eine einheitliche Zustimmung des Gemeinderats zu den Beschlussvorschlägen des Bürgermeisters.

Im Kindergarten sind im Bereich eines Erkers schadhafte Stellen festgestellt worden. Diese müssen dringend erneuert werden. Dazu muss die Verkleidung aus Kupfer erneuert sowie der Wandanschluss abgedichtet werden. Zwei Firmen haben dafür ein Angebot abgegeben. Der Gemeinderat beschloss das wirtschaftlichste Angebot an die Firma Matthias Eckental zum Preis von 1285 Euro zu vergeben.
Nachdem die Heizungsanlage im Feuerwehrhaus ausgefallen ist und eine Reparatur sich als unwirtschaftlich erweist, beschlossen die Räte die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage an den wirtschaftlichsten Anbieter die Firma Rauh Dormitz zum Preis von 5686 Euro zu vergeben.