Der Jugendclub Leuchtturm in Dormitz liegt im romantischen Schwabachtal auf einer Insel in der Nähe der Langenbrucker Mühle. Hier sind die Dormitzer Jugendlichen ganz unter sich, können auf dem Fußballplatz kicken oder in dem kleinen Häuschen zusammensitzen. "Die jungen Leute sollen hier ihren Spaß haben, aber auch Verantwortung lernen", sagt Ludwig Schmitt. Er ist der Jugendleiter. Verantwortung, das beginnt für ihn schon damit, dass die Jugendlichen die Öffnungszeiten einhalten, mit dem Schlüssel sorgfältig umgehen und auch den Jugendclub regelmäßig sauber machen.

Auf den Namen "Leuchtturm" hatten sich im Frühjahr 2003 20 Jugendliche geeinigt, die den Club ins Leben gerufen haben. Mit viel Einsatz und ungezählten ehrenamtlichen Arbeitsstunden haben sie aus einer baufälligen Baracke einen in jeder Hinsicht modernen Jugendclub gebaut.

Reifliche Persönlichkeiten

Der Name "Leuchtturm" hat darüber hinaus auch eine symbolische Bedeutung. Der Jugendclub und sein Leiter Ludwig Schmitt haben den Anspruch, den Jugendlichen Orientierung und auch einen wichtigen Rückzugsort zu bieten.

Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit bekommen, selbst mit anzupacken und auch Entscheidungen zu treffen. So können sie im besten Fall zu selbstbewussten und reifen Persönlichkeiten werden.
Aber bei all dem darf naturgemäß auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Das größte Event für die Jugendlichen ist das Kartfahren, bei dem sie das Gaspedal so richtig durchdrücken können.

Der Jugendclub ist auf der anderen Seite fest verwurzelt im öffentlichen Leben von Dormitz. Die Jugendlichen engagieren sich in kirchlichen und sozialen Bereichen. So unterstützen sie unter anderem den Kindergarten und den Gesangverein. Sie feiern ein großes Sommerfest, bieten ein eigenes Ferienprogramm an und feiern natürlich regelmäßig auch zusammen. "Mit dem Leuchtturm bestätigt sich, dass die Jugendintegration nicht nur ein Wunsch ist, sondern hier in Dormitz aktiv gelebt wird", freut sich Jugendleiter Schmitt.

"Mit Herz und Verstand"

Eigentlich arbeitet er "mit Herz und Verstand" seit fast 40 Jahren als Kaufmann und Ausbilder bei den Stadtwerken in Erlangen. Aber die Jugendarbeit im Dormitzer Jugendclub ist ihm mindestens genauso wichtig: "Ich habe in den 20 Jahren viel von den Jugendlichen gelernt. Und sie hoffentlich auch von mir", sagt Schmitt.