Beim Festgottesdienst, den Pfarrer Oliver Schütz zusammen mit nur einer Sternsingergruppe zelebrierte, fiel das sofort auf.

Es fehlte die große Schar der Sternsinger, Kinder und Jugendliche, die sich jedes Jahr für arme und benachteiligte Kinder in anderen Ländern einsetzen, dabei durch das Dorf ziehen und den Segen Gottes in die Häuser bringen. In diesem Jahr war das nicht möglich. Das Coronavirus hat die Haustürsammlung verhindert. Die Sternsingeraktion fand aber trotzdem statt, wenn auch in etwas anderer Form. So konnte man über einen Link auf der Internetseite der Pfarrei virtuellen Sternsingerbesuch erhalten.

Im Fokus der Aktion standen diesmal die Kinder in der Ukraine. Viele von ihnen müssen ohne Mutter, Vater oder beide Elternteile aufwachsen, weil diese gezwungen sind, im Ausland zu arbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie verdienen zu können. Die Situation ist für niemanden einfach, und die Kinder vermissen ihre Eltern sehr. Jede Hilfe ist willkommen.

Stellvertretend für die elf Gruppen, die sich normalerweise für die gute Sache engagieren, trugen die Sternsinger Diego, Jakob, Valentina und Noah den Sternsingerspruch vor und baten die Kirchenbesucher um eine Spende für dieses Hilfsprojekt.

Dreikönigswasser

Am Ende des Gottesdienstes konnten die Kirchenbesucher die von Pfarrer Schütz gesegnete Kreide sowie den Weihrauch und das Dreikönigswasser mit nach Hause nehmen, um damit ihre Häuser und Wohnungen zu segnen.