Hilfesuchend wandte sich Kreisheimatpfleger Otto Voit im Mai 2011 an Franz Fuchs aus Forchheim, Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Catharina-Fuchs-Stiftung. Es ging um die Wiederherstellung eines zerstörten Säulenbildstocks in der Pinzberger Flur.
Jetzt dürfen sich die Pinzberger und Wanderer wieder an der Säule erfreuen. Mit viel Umsicht hievten Johannes Novski und Günther Scharold von der Firma Zenk aus Hausen das renovierte Stück wieder auf den Sockel und legten letzte Hand an. Otto Voit sandte Bilder des zerstörten Bildstocks an Franz Fuchs. Dann galt es zunächst die bürokratischen Hürden zu nehmen mit Antrag bei der Gemeinde und der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises. Die Renovierung sollte das erste Projekt werden, das die 2007 mit einem Grundkapital von 50 000 Euro gegründete Stiftung übernommen hat. 4400 Euro stellte sie zur Verfügung, Weitere 200 Euro flossen seitens der Deutschen Steinkreuzforschung, für die der 1. Vorsitzende Werner Wiedemann und sein Stellvertreter Werner Rühl ebenfalls vor Ort waren.
Dabei sah es zunächst nicht gut aus. Die vielen Trümmer des zerbrochenen Säulenbildstocks aus dem 18. Jahrhundert waren zur Aufbewahrung im gemeindlichen Bauhof von Pinzberg gelagert worden. "Es war ein Puzzle aus vielen Einzelteilen", erinnert sich Heimatpfleger Voit. Die Firma Zenk war auf Grund ihrer Erfahrung der Wunschpartner der Stiftung für die sensible Aufgabe, man wollte kein Risiko eingehen. "Bilder des ursprünglichen Zustands halfen bei der Wiederzusammensetzung", erklärte Novski.
Erschwerend kam anfangs noch dazu, dass die Teile aus Sandstein im Freien gelagert waren und erst gründlich getrocknet werden mussten, bevor die eigentliche Restaurierung beginnen konnte. Die Gelegenheit wurde genutzt, um die verrostete Verankerung zwischen Sockel und Säule mit einem Edelstahlteil zu ersetzen. Eine frühere Restaurierung aus den 70er Jahren entsprach nicht den fachlichen Vorstellungen, sodass auch hier Korrekturen vorgenommen wurden.