Schwer zu sagen, wer am Freitagabend am Forchheimer Rathausplatz am glücklichsten war.


Die Organisatoren?

Wolfram Weltzer, der Chef des Jungen Theaters, sowie Lorenz Deutsch und Annika Gloystein von der Festivalleitung strahlten nach 90 kurzweiligen Minuten um die Wette. "Super", kommentierte Weltzer mit leuchtenden Augen die kostenlose Gala. "Die Neugier ist da! Die Stadt saugt sowas geradezu auf."


Die Zuschauer?

Vor dem Auftritt der Artisten tummelten sich nur ein paar hundert Gäste vor der Bühne. Doch kaum legte Herr Fröhlich mit seiner Moderation zwischen gaga und genial los, blieben viele Passanten kleben - bis der Platz prall gefüllt war. Über 2000 Menschen erlebten den ZirkArt-Auftakt.


Die Künstler?

Sie wurden mit reichlich Applaus belohnt - egal, ob sie nun ein Seil bändigten (Rope Theatre), zu zweit mit fünf Händen jonglierten (M. Lilley & Cortes Young), mit einem Holz-Feuerwerk einen Kracher nach dem anderen zündeten (Hans Krüger), sich von einem Kind mit Rasierschaum vollschmieren ließen (Goma) oder einen Ball, eine Brille, einen Hut und die Fantasie der Zuschauer durcheinanderwirbelten (Matthias Romir).

Fest steht: Unglücklich müssen nur die sein, die sich das entgehen haben lassen. Doch noch haben sie das ganze Wochenende Zeit, das nachzuholen - und noch viel mehr zu sehen. Nun aber gegen Eintritt.