Vor 60 Jahren haben Klaus-Dieter Lange und seine Dora, eine geborene Kieke, in Heroldsbach geheiratet. Kennen gelernt hatten sie sich aber schon früher: Im Februar 1945 saßen sie im selben Zug auf der Flucht von Niederschlesien nach Heroldsbach.
In der neuen Heimat hat Dora Kieke bei der Firma Seitz in Heroldsbach gearbeitet, ihr späterer Mann Klaus-Dieter war in Erlangen als Dekorateur tätig. "Als die Eisenbahnbrücke zwischen Heroldsbach und Forchheim gesprengt wurde, mussten wir den ganzen Weg nach Forchheim laufen. Das war das erste Mal, dass wir alleine zusammen waren", erzählt Dora. 1949 haben sich die beiden schließlich verlobt. Geheiratet wurde aber erst 1955. "Wir waren die ewigen Verlobten", lacht die 85-Jährige.


Hochzeitsreise nach Streitberg

Der Anfang sei schwer gewesen.
Als sie nach großen Schwierigkeiten endlich eine Wohnung in Erlangen gefunden hatten, wurde diese nicht termingerecht fertig. Deshalb brachen Dora und Klaus-Dieter Lange spontan zu einer dreitägigen Hochzeitsreise nach Streitberg auf. Zum 30. Hochzeitstag kamen sie wieder: "Das Zimmer war noch genau so, wie wir es vor 30 Jahren verlassen hatten", sagt Klaus-Dieter.
Aufgrund einer Rückenerkrankung konnte der Jubilar seinen Beruf als Dekorateur nicht mehr nachgehen. Deshalb zog das Paar 1966 nach Forchheim. Dort eröffneten sie 1967 das Heimwerker-und Bastelgeschäft "Steckenpferd" in der Sattlertorstraße 36. Dieses Geschäft betrieben sie bis 1990. Heute ist das Leben des Jubelpaares beschaulicher geworden. "Früher sind wir viel gewandert. Mittlerweile lesen wir gerne", betont die Jubilarin. "Es ist ein volles Leben gewesen. Wir haben viel gesehen und die Eiserne Hochzeit schaffen wir auch noch".
Ihr Leitspruch für eine lange und glückliche Ehe, hängt in einem Bilderrahmen im Flur: "Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich neu bauen muss - am Besten von beiden Seiten" (Ulrich Beer). Zur Diamantenen Hochzeit gratulierten der stellvertretende Landrat Edgar Büttner (SPD) und Bürgermeister Franz Streit (CSU).