Es ist vollbracht. Mit einer Breite von 1,92 Metern, einer Länge von 5,44 Metern und 32.000 Teilen hat der 45-jährige Peter Schubert das derzeit größte Puzzle der Welt zusammengesetzt. Sehr viel Geduld investierte er in die 10,44 Quadratmeter große Puzzle-Fläche. "Zehn Monate habe ich dafür gebraucht, wobei ich täglich zwischen zwei und 14 Stunden beschäftigt war", sagt der leidenschaftliche Puzzler.

4000 Teile pro Beutel

Beim Motiv ließ sich der Herausgeber Ravensburger vom Künstler Keith Haring inspirieren. Es zeigt 32 Bildsequenzen, die von einem weißen Rahmen umgeben sind. Doch wo fängt man bei so vielen Teilchen überhaupt an? Eine kleine Hilfestellung bietet der Spiele-Verlag: das Puzzle wird in acht Beuteln geliefert, wobei einer jeweils die 4000 Teile für vier Bilder enthält. "Ich habe mir Beutel für Beutel vorgenommen und mit dem Sortieren angefangen. Das ist das A und O, sonst sucht man bis in alle Ewigkeit", erzählt Schubert.

Und so ordnete er zunächst nach Formen, dann nach Farben. "Mit der Zeit habe ich ein Auge fürs Detail entwickelt, präge mir den Abstand zwischen Kante und Öse eines Puzzlestückes ein und finde das Gesuchte somit schneller."

Natürlich hatte er Hoch- und Tiefphasen. An manchen Tagen lief es wie am Schnürchen, an anderen fand er gerade mal zwei Teile in einer Stunde. Zur Aufrechterhaltung der Motivation rät Schubert zum einen, nur den Beutel im Raum zu haben, der gerade in Gebrauch ist. "Wenn man die übrige Masse, die anderen zigtausend Teile sieht, gibt man auf!" Zum anderen sollte man sich kleine Erfolge sichern. Das tat er, indem er sich eine Pause von seinem Großprojekt gönnte und Zeit für ein kleineres Puzzle nahm.

Vor siebeneinhalb Jahren entdeckte Peter Schubert seine ungewöhnliche Leidenschaft. Von Anfang an suchte er die Herausforderung, und so hat er - unter anderem - alle fünf zu ihrer Zeit größten Puzzle der Welt zusammengesetzt. "Das ist echtes Gehirnjogging, man muss auf kleine Dinge achten und Strategien entwickeln. Bei so großen Puzzles muss man natürlich ganz anders vorgehen als bei kleinen", erklärt Schubert. Nicht zuletzt sei es aber auch der Reiz, aus Chaos ein schönes Bild zu schaffen, der ihn zu einem passionierten Puzzler macht.

Begehrte Ausstellungsobjekte

"Insgesamt 200.000 Teile habe ich in all den Jahren verpuzzlet, das entspricht 60 Quadratmetern", erzählt er. Während Familie und Freunde nur noch den Kopf schütteln und lachen, erfreut Peter Schubert sich seitens der Medien großer Begeisterung. Neben einigen Zeitungsartikeln war Schubert auch schon mehrfach im Fernsehen zu sehen. Gerne lassen auch Einkaufszentren wie das Atrium in Bamberg oder das Market Einkaufszentrum in Hallstadt Schuberts Meisterwerke ausstellen. "Bei einer Schuleröffnung in Aschaffenburg waren meine Puzzles die Hauptattraktion. Die Schule wurde zur Nebensache", lachte er. Erst kürzlich bekam er ein Angebot von der Sparkasse Forchheim, die das größte Puzzle der Welt als Erste ausstellen will.

Peter Schuberts größter Wunsch ist allerdings noch unerfüllt. "Ich träume von einer Wanderausstellung, auf der ich all meine Puzzles präsentieren und unter Leute bringen kann."