Bereits im vergangenen Sommer ist die Baywa zu dem Ergebnis gekommen, dass das Getreidesilo in Pretzfeld seinen betriebswirtschaftlichen Nutzen verloren hat. Nun werden die Konsequenzen aus dieser Entscheidung sichtbar: Die Abrissarbeiten am Silo laufen auf Hochtouren.

Wenn der Silo dann einmal dem Erdboden gleichgemacht ist, soll an seiner Stelle eine "Baustoffhalle zur Erweiterung des vorhandenen Baustoffsortiments" enstehen. Dies teilte die Baywa-Pressereferentin Agnes Scharl mit. Die neue Halle entsteht in ihren Worten auf einer Fläche von rund 750 Quadratmetern. "Damit können wir der gestiegenen Nachfrage am Markt mit einem verbesserten Service gerecht werden", begründet Scharl den Neubau.


Arbeiten gehen bis Mai



Aber noch sorgt gegenwärtig ein spezieller Abrissbagger mit seiner mächtigen Betonschere dafür, dass sich Tag für Tag sein "Gebiss" in die Betonwände frisst und mittlerweile die Hälfte des Gebäudes in einen Bauschutthaufen verwandelt hat. Die Abrissarbeiten werden sich aller Voraussicht nach noch bis Mitte Mai hinziehen.
Welche Folgen der Abriss des Silos für die Landwirte der Umgebung haben wird, bleibt noch offen. Bereits im vergangenen Jahr mussten die Landwirte ihr Getreide nach Forchheim oder Heiligenstadt bringen. Die Baywa hatte es den Landwirten deshalb angeboten, die Ernte mit Containern von den Feldern abzuholen. Damit sollten die längeren Anfahrtswege sowie der gestiegene Zeitaufwand so weit wie möglich egalisiert werden.


Mehr Container als im Vorjahr


Dieses Angebot hält die Baywa zumindest auch noch in diesem Jahr aufrecht. Sie hat zudem zugesichert, zehn weitere Container einzusetzen. Die Baywa wil rechtzeitig das Gespräch mit den Landwirten suchen und ihnen dabei ihr Angebot vorstellen. Derweil ist die Leitstelle der Bahnbetreibergesellschaft Agilis jüngst kursierenden Gerüchten entgegengetreten.

Diese hatten verbreitet, Agilis müsste in den Osterferien den Zugverkehr einstellen, weil sich die Baustelle zu nahe an den Gleisen befinden würde. Es gebe derzeit keine Pläne, auf der Strecke zwischen Forchheim und Ebermannstadt von dem bestehenden Fahrplan abzuweichen, hieß es aus der Leitstelle.