Etwa 120 Menschen, zu gleichen Teilen Einwohner und Besucher aus dem Umkreis Ebermannstadt sowie Flüchtlinge, tummelten sich am Samstag beim "Fest der Begegnung". Ins Leben hatte die Veranstaltung der "Treffpunkt Klamotte" im Pfarrzentrum von Ebermannstadt.

Dass die Flüchtlingsfrage nicht nur ein Thema in den abendlichen Nachrichten sind, beweisen Susanne Löser und ihr Team mit dem gemeinsamen Laden. "Wir sind sehr glücklich, dass der Laden im Umkreis so gut aufgenommen wurde. Es ist ja nicht so, als würden nur Flüchtlinge bei uns einkaufen, nein", sagte Löser.


Vollauf akzeptiert

Vielmehr hat das Geschäft Löser zufolge wir einen breiten Kundenstamm. Er umfasse auch Menschen, die von Hartz IV leben oder deren Rente einfach nicht reicht. Dementsprechend gut ist auch der Besuch im Laden.

"Die Leute haben den Laden vollends akzeptiert und freuen sich darüber, dass es so etwas auch in der näheren Umgebung gibt. Dafür sprechen auch die kontinuierlichen Spenden die eingehen", erklärt Claudia Hahn.

Das "Fest der Begegnung" ging nach der Premiere im Vorjahr am Samstag in die zweite Runde. "Das Ziel des Festes ist es, dass sich Bewohner, Helfer und Flüchtlinge, die vielleicht etwas Berührungsängste haben, näherkommen und sich gegenseitig kennenlernen", so Hahn. Diese Anstrengungen würdigte auch Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE): "Ich bin stolz, dass in unserer kleinen Stadt ein Beitrag zur Flüchtlingskreise geleistet wird." Sie freue sich, dass Ebermannstadt bunt sei. Meyer bedankte sich bei den Helfern und finanziellen Unterstützern "für alles, was diese in den letzten eineinhalb Jahren geleistet haben."

Zum Programm am Samstag gehörten Spiele wie "Eierlaufen", ein Wetttrinken aus Nuckelflaschen oder die Bestimmung von Früchten Früchten. Auch unter kulinarischen Gesichtspunkten war viel Abwechslung geboten.
Unter den Gästen der Ebermannstadter Veranstaltung war auch Landrat Hermann Ulm (CSU).