Die ganze Christenschar der Pfarrgemeinde hat in Obertrubach wieder eindrucksvoll das Fest der Auferstehung Christi in der Osternacht gefeiert. "Mein Gott welche Freude" intonierte die Jugendschola im Altarraum, nachdem Pfarrer Werner Wolf am Osterfeuer die Osterkerze, Symbol des auferstandenen Christus, entzündet hatte und zusammen mit den etwa 60 Ministranten in das völlig dunkle Gotteshaus eingezogen war.

Stephan Bauer trug die Kerze und stellte sie am Altar auf. Für ihn ein Ehrendienst, den er seit seiner Ministrantenzeit jetzt zum 17. Mal wahrnahm. Still und schnell hatte sich dann das mitgebrachte Licht über die vielen mitgebrachten Kerzen im voll besetzten Kirchenschiff verbreitet, als Pfarrer Wolf die mit den Lesungen des Alten Testaments und der Heilsgeschichte schließlich mit dem "Gloria in excelsis Deo" die Frohe Botschaft verkündete.

Als Richard Mager mit seiner Orgel, die während der zwei Tage der Trauer schweigen musste, wieder mächtig in das Halleluja einstimmte, erstrahlte die St. Laurentiuskirche in hellem Licht. Beeindruckend die anschließende Feier des Gottesdienstes: Die Schola wechselte sich in ihren ansprechenden Beiträgen ab mit der Jugendblaskapelle auf der Empore unter Leitung von Johann Raum, dem Spiel der Orgel und dem Gesang der Gläubigen. Dies strahlte eine Stimmung der Freude und der christlichen Gemeinschaft aus, die niemanden unberührt lassen konnte. "Die Auferstehung Christi ist die allumfassende Klammer unseres Glaubens", betonte Wolf in seiner Predigt. Für Christen heiße es Aufstehen für eine gerechtere Welt, für andere Menschen, die die Solidarität brauchen.

Zur Feier, die Wolf mit bemerkenswerter Natürlichkeit zelebrierte, passte auch, dass Klaus und Elisabeth Singer ihre kleine Josefa durch die Taufe in die Gemeinschaft aufnehmen ließen. Traditionell segnete Pfarrer Wolf am Ende des Auferstehungsgottesdienstes noch die mitgebrachten Speisen wie Eier, Brot oder auch Getränke. Die verstorbenen Angehörigen wurden nicht vergessen. So begab sich der Pfarrer mit vielen Gläubigen nach Verlassen des Gotteshauses zum nahen Friedhof, und so manche Osterkerze verblieb anschließend bei den Verstorbenen am Grab. In der Begegnungsstätte fand diese denkwürdige Feier mit einer Agape einen würdigen Abschluss.