Das größte Problem besteht wahrscheinlich darin, dass sich das Gros dieser Leute nicht als Sachbeschädiger sieht. Sondern als Künstler, oder auch von der Banausenwelt verkannte "Graffiti-Genies", die doch nur langweilige Betonwüsten bunter und schöner machen.
Der Jurist, selbst der kunstbeflissenste, ist es dagegen gewohnt, das Kind beim Namen zu nennen: Beschädigung fremden Eigentums. Ein Rubens oder ein Canaletto ist wahrscheinlich auch an dem 30-Jährigen aus Ebermannstadt nicht verloren gegangen, der sich jetzt vor der Forchheimer Amtsrichterin Silke Schneider verantworten musste. Ein "typischer Graffiti-Sprayer", sei er gleichwohl nicht. Auf diese Feststellung legte der Angeklagte vor Gericht einen gewissen Wert.

Diebstahl bei der Polizei

Viel eher sah der Angeklagte sich als Hobbykünstler.