In Hetzelsdorf gibt es neben dem Pfarrhaus und der Kirche nur ein Haus, das unter Denkmalschutz steht: Das Elternhaus von Anneliese Gebhardt. "Ich bin darin aufgewachsen und fand es von der Baustruktur her sehr reichhaltig", erzählt sie. "Es hat mir immer gefallen, auch wenn es eine Ruine war und man etwas machen musste." Sie entschloss sich, das Haus zu restaurieren. Damals habe sie nicht überblickt, was das für eine Aufgabe wurde, erzählt sie. Auf dem Dachboden hat sie dann ihren Mann kennengelernt. "Da, wo andere sagen, da triffst niemanden, da haben wir uns gefunden", berichtet sie lachend.

Das Sanierungsprojekt begann mit der Planung 1987, zog sich über viele Jahre und machte die Hilfe von vielen Hetzelsdorfern unabdingbar.

"Wir haben sehr viel Geld reingesteckt", sagt Gebhardt, "aber haben auch viel wiederverwertet." Denn eine Sanierung ist oft teurer als ein Abriss mit anschließendem Neubau.