Seit Jahresbeginn 2015 kommen immer mehr Asylbewerber, vor allem aus dem Kosovo, nach Bayern. Die Erstaufnahmeeinrichtungen platzen aus allen Nähten. Deshalb treten teilweise die Winternotfallpläne in Kraft.

Der Winternotfallplan sieht vor, dass der Landkreis Forchheim kurzfristig eine winterfeste Unterkunft für rund 200 Personen zur Verfügung stellt. Die erste Stufe umfasst eine Unterbringung, Verpflegung sowie soziale und medizinische Betreuung für etwa fünf bis sechs Wochen.

"Die Regierung von Oberfranken hat uns am Mittwoch mitgeteilt, dass wir den Notfallplan innerhalb einer Woche umsetzen müssen" erklärt Landrat Dr. Hermann Ulm.

Die Arbeitsgruppe Asyl am Landratsamt nahm unmittelbar die Arbeit auf. "Wir sind froh, dass wir nicht die Berufschulturnhalle zum Notfallquartier rüsten mussten", betont Landrat Dr.
Hermann Ulm, "sondern mit dem ehemaligen ASB-Heim einen geeigneten Ort gefunden haben".


Keine zusätzlichen Wohncontainer

Damit könnte der Landkreis auch die zweite Stufe des Notfallplans, also die Bereitstellung langfristiger Notfallquartiere, erfüllen, ohne dass er zusätzlich Wohncontainer aufstellen muss. Damit kann der Landkreis die Turnhalle für die Nutzung des Schul- und Vereinsports erhalten sowie die geplante Ausbildungsmese im März realisieren. Zudem können die Asylbewerber in richtigen Zimmern untergebracht werden und müssen nicht in einer Turnhalle nächtigen.

Landrat Dr. Ulm bedankt sich bei allen Helfern, die zur Realisierung des Plans beitragen und appelliert an die Bürger vor allem der Stadt Forchheim, die neuen Asylbewerber willkommen zu heißen.


Aktueller Stand am Montag, 16.02.2015, um 10 Uhr: Laut der Regierung von Oberfranken erhält der Landkreis Forchheim am Mittwoch, 18.02.2015, rund 75 Asylbewerber. Dieser Stand kann sich jedoch halbtäglich ändern.