Angesichts der derzeit laufenden Diskussion, ausgelöst durch Äußerungen von Tourismuszentrale-Leiterin Sandra Schneider, ob die Fränkische Schweiz eine Billigregion ist, betonte Brähmig, das diese Ferienregion eines der besten Preis-Leitungsverhältnisse in der gesamten Republik habe. "Darauf können sie stolz sein und mit diesem Pfund können sie wuchern", so der Experte, der selbst Vorsitzender des Tourismusverbands Sächsische Schweiz ist und zum zweiten Mal auf Einladung von Staatssekretär Hartmut Koschyk in die Fränkische Schweiz gekommen war.
Dass die Fränkische Schweiz als Urlaubsregion nicht billig, sondern günstig und qualitativ hochwertig sei, werde nach seiner Ansicht nach noch viel zu wenig beworben. "Tourismus ist ein Geschäft, wo jeder Tag neu erkämpft werden muss", so eine von Brähmigs Thesen. Eine Flächenregion wie die Fränkische Schweiz müsse man in Zukunft in Anbetracht des weltweiten Wettbewerbs der Ferienregionen wie eine Stadt auch einheitlich vermarkten. Zusammen mit den Bürgermeistern müsse man den Mut haben, zu versuchen, den Tourismus in eine Hand zu geben.
In seiner Heimat plant Brähmig derzeit die Gründung einer Tourismus AG Sächsische Schweiz. Wenn eine Urlaubsregion künftig im Tourismus mitspielen will, sei es dringend an der Zeit, diese gemeinsam zu vermarkten. Weg vom Kirchturmdenken und hin zu einem Zusammenschluss aller Tourist-Infos unter einem Dach. "Sie müssen sich so organisieren, wie dies der Gast will und nicht wie der Landrat oder der Bürgermeister", betont Brähmig.
Landrat Glauber merkte an, das er schon seit zehn Jahren versuche, zu erreichen, das sich die Fränkische Schweiz gemeinsam vermarktet. Eigene und teure Verkehrsämter in jeder Kommune seien dann überflüssig. Was jedoch nicht heißt, das die nicht mehr besetzt sind. "Alle arbeiten dann für alle", so Brähmig.