"Den Geruch, wenn Kühlwasser und Motoröl sich vermischt. Dieser beißende Gestank in der Nase. Das sind Eindrücke, die vergisst man sein ganzes Leben lang nicht", schildert der Vorstand der Ebermannstadter Feuerwehr Tobias Theiler bei der Jugendpräventionsaktion "Disko-Fieber" in der Sporthalle der Realschule Ebermannstadt. Ungefähr 150 Schülerinnen und Schüler aus den Abschlussklassen durften, anstatt den Vormittag mit Deutsch, Englisch und Mathearbeiten zuzubringen, den Schilderungen und Eindrücken der Feuerwehr, Lehrer und auch der Vertreter der Einsatzleitstelle aus Bamberg lauschen.

Wie zum Beispiel Florian Kaiser von der Rettungsleitstelle aus Bamberg. "In Notsituationen geht es darum so viel Zeit wie möglich einzusparen", erklärte er den Schülern. Daher sei es wichtig den Unterschied zwischen der 110 und der 112 zu kennen. Notrufe an die 110 würden abgesetzt, um die Polizei zu kontaktieren. Im Vordergrund stehe hierbei die Meldung von Verbrechen. Der Notruf 112 stelle hingegen eine Verbindung zu den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk her. Sollte jemand sofortige medizinische Hilfe benötigen oder aufgrund eines Brandes gerettet werden müssen, sei die 112 die richtige Nummer.

Mahnende Worte eines Feuerwehrmannes

Theiler schilderte von einigen persönlichen Erlebnissen aus Unfällen, zu denen er als Feuerwehr gerufen wurde. "Man glaubt gar nicht, was da alles aus den Autos fliegt, wenn solche Kräfte wirken", schildert er. "Auch wenn man schon einmal einen Verletzten aus einem total demolierten Auto schneiden musste, beschäftigt das einen. Das nimmt jeden Menschen mit. Daher ist es unglaublich wichtig", führte er weiter aus, "dass wenn ihr Mal einen Trinken geht, lasst das Auto stehen. Oder wenn ihr merkt, dass jemand anders trinken und fahren will, nehmt ihm den Schlüssel weg", ermahnt er eindringlich.

Das wurde auch bei der Praxisübung deutlich. Die Schüler durften eine "Alkoholbrille" welche die Sicht, ähnlich wie unter Alkoholeinfluss, verzerrte, versuchen einen Schlüssel zu finden und danach ein Fahrrad aufzusperren. Sehr zum Amüsement der Schüler, die zusehen durften.

Gegen Ende resümierten die Verantwortlichen nochmals, um die Jugendlichen vor einem Schicksal, wie die letzten jugendlichen Unfallopfer zu bewahren. "Unter Alkohol lässt die Sehschärfe nach, die Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit lassen massiv nach und auch eine Ermüdung setzt früher ein". Nicht umsonst steht auf dem Fahren unter Alkoholeinfluss eine Strafe in Höhe von 250 bis zu 1 000 Euro.